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© Symbolbild: dpa
02.10.2017

Fiel Holzscheune in Oberderdingen einer Brandstiftung zum Opfer?

Oberderdingen. In den traurigen Resten der einstigen landwirtschaftlichen Lagerhalle in Oberderdingen, die in der Nacht zum Sonntag komplett niedergebrannt ist, haben sich die Brandspezialisten der Kriminalpolizei umgesehen. Da die Holzscheune beim Eintreffen der Feuerwehr schon im Vollbrand stand, dürfte es schwierig werden, im Schutt noch entscheidende Hinweise zu entdecken.

Um 3.50 Uhr am Sonntagmorgen informierten erste Anrufer die Feuerwehr und die Polizei, dass im Gewann Humbergteich eine 30x15 Meter große Holzscheune vollständig in Flammen stehen würde. Kein Wunder, lagerten dort doch Stroh und Heu. Mehrere Tonnen Getreide, ein Mähdrescher und mehrere Anhänger fielen ebenfalls den Flammen zum Opfer. Der Sachschaden wurde auf insgesamt 150.000 Euro geschätzt.

Jetzt müssen die Brandermittler die Ursache für das Feuer klären. Scheinbar gab es keine elektrischen Leitungen in der Scheune, weshalb ein technischer Defekt in diesem Bereich ausgeschlossen werden könnte. Ob ein Defekt an einem abgestellten Fahrzeug das auslösende Moment für den Brand war, ist anscheinend noch zu untersuchen.

Bleibt noch Brandstiftung als eine Ursache übrig. Ausschließen können das die Ermittler zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Gesucht wird daher nach Hinweisen, die aufzeigen könnten, ob es sich um eine vorsätzliche oder eine fahrlässige Brandstiftung handelt – wenn es denn solche Hinweise im Brandschutt noch zu finden gibt.

Die Kriminalpolizei bittet um sachdienliche Hinweise an den Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter der Telefonnummer (0721) 939-5555.

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Weiterer Brand am Sonntag:

Auch im Pforzheimer Stadtteil Eutingen hat es in der Nacht zum Sonntag gebrannt. Dort fiel ein Wohnhaus den Flammen zum Opfer.