Altes Zollamt Durlacher Straße
Aus Sicht der Stadt Pforzheim spricht vieles für den Standort – wie zum Beispiel eine gute Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten vor Ort. 

Altes Zollamt in der Durlacher Straße in Pforzheim soll Impfstützpunkt werden

Pforzheim. Gemeinsam mit dem Enzkreis will die Stadt Pforzheim das Impfen in Stadt und Kreis weiter vorantreiben. Verfolgt werde dabei eine Strategie mehrerer dezentraler Standorte. Nun soll, wie von der PZ bereits am Mittwoch berichtet, das Alte Zollamt in der Durlacher Straße als Impfstützpunkt hinzukommen. Das hat die Stadt Pforzheim am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Oberbürgermeister Peter Boch stellt klar:

"Wir werden einen weiteren Standort in Pforzheim aufbauen. Dazu hat mein Stab heute den Auftrag erteilt, ab sofort das alte Zollamt in der Durlacher Straße zu ertüchtigen."

Aus Sicht der Stadt Pforzheim spricht vieles für den Standort – wie zum Beispiel eine gute Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten vor Ort; drei Impfteams könnten dort arbeiten und so bis zu 500 Impfungen pro Tag ermöglichen. Bereits mit den heutigen Angeboten in der Stadt wie Aposto, mobilen Impfteams, niedergelassenen Ärzten und Sonderaktionen würden Impfzahlen wie in den Zeiten des Kommunalen Impfzentrums erreicht.

Ergänzt werden die dezentralen Standorte laut Mitteilung um Mobile Impfteams, die in Schulen, Altenpflegeeinrichtungen sowie Familien- und Quartierszentren, die Menschen vor Ort am Besten erreichen könnten. Ein Konzept dazu haben Stadt und Kreis demnach jeweils beim Sozialministerium Baden-Württemberg eingereicht.

Wie das baden-württembergische Sozialministerium am Donnerstagabend mitgeteilt hat, haben sowohl das Pforzheimer als auch das Enzkreis-Impfkonzept einen Zuschlag vom Land erhalten, zudem die Strategie des Kreises Freudenstadt.

Fehlende Teams sind Hindernis

Auch Landrat Bastian Rosenau hält das alte Zollamt für eine sehr gute Ergänzung zur gemeinsamen Impfstation im alten Aposto in der Bahnhofstraße.

"Einen Impfstützpunkt gibt es bereits im Enzkreis in Mühlacker, zwei weitere in Remchingen und Birkenfeld sind kurz vor dem Start, einer im Heckengäu ist im Aufbau",

so der Landrat.

Oberbürgermeister Peter Boch hat laut Mitteilung der Stadt Pforzheim in der Stabssitzung am Donnerstag auch den Auftrag erteilt, "alles zu tun, was möglich ist, um bis zur Fertigstellung des alten Zollamts weitere Impfungen auf den Weg zu bringen." Ein Hindernis auf diesem Weg seien die derzeit fehlenden Teams. Sobald die Personalteams für das Alte Zollamt bereitstünden, das Gebäude möglicherweise aber noch nicht fertig ist, „werden wir in dieser Übergangszeit trotzdem loslegen, mobil arbeiten und die Impfung zu so vielen Menschen wie möglich bringen.“ Gehe es doch nicht nur darum bei den Erst- und Zweitimpfungen aufzuholen, sondern für all diejenigen Auffrischimpfungen anzubieten, die bereits in der ersten Jahreshälfte ihre Zweitimpfung erhalten haben.

Umsetzung eventuell schon kommende Woche möglich

Parallel dazu laufen laut Mitteilung Gespräche mit weiteren Anbietern, die der Stadt Lokalitäten angeboten haben.

"Wir schauen uns die Standorte vor Ort an, prüfen diese ernsthaft und bewerten auch die infrastrukturellen Voraussetzungen",

so Erster Bürgermeister Dirk Büscher, auch mit Blick auf das Angebot von "Goldis Stadl"-Gastronom Frank Daudert, wo am Freitag eine Besichtigung anstehe.

Diese oder alternativ eine andere Möglichkeit in unmittelbarer Rathausnähe könnte sich bereits Mitte nächste Woche umsetzen lassen. „Gespräche mit einem niedergelassenen Arzt werden gerade geführt“, so Büscher weiter.

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Auch die Betreiber der Teststation am Messplatz bemühten sich darum, beim Land Baden-Württemberg als Betreiber einer Impfstation dauerhaft zugelassen zu werden.

"Viele Möglichkeiten tun sich auf",

fasst Rathauschef Boch zusammen:

"Gemeinsam mit dem Enzkreis krempeln wir die Ärmel hoch und gehen die Sache an."

Schon jetzt würden, wenn man alle Angebote zusammenrechnet, 800 bis 900 Impfungen pro Tag allein in Pforzheim geschafft. „Das ist nicht weit entfernt von der Spitzenauslastung des KIZ Pforzheim mit 1.200 bis 1.300 Impfungen pro Tag. Mit einem durchschnittlichen Impftag der letzten Monate können wir da mithalten“, erläutert der Oberbürgermeister. Zumal es auch viele Sonderaktionen gebe, wie zuletzt die Impfaktion in der Hochfeldhalle in Huchenfeld. An weiteren solcher Aktionen werde auch seitens der Pandemiebeauftragten der KVBW gemeinsam mit der Stadt gearbeitet.

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