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Weil er auf sein Navi hörte, hat sich ein 40-Tonnen-Sattelzug am Freitagmittag im Matsch des Enzauenparks festgefahren.
Weil er auf sein Navi hörte, hat sich ein 40-Tonnen-Sattelzug am Freitagmittag im Matsch des Enzauenparks festgefahren. © Ketterl
27.02.2017

Auf Navi gehört: 40-Tonnen-Sattelzug steckt im Enzauenpark fest

Pforzheim. Wem kann man heutzutage noch blind folgen? Nicht einmal den Stimmen aus dem eigenen Navigationssystem darf man bedingungslos vertrauen. Ein rumänischer Lastwagenfahrer war am Montag gegen 13 Uhr einfach zu vertrauensselig, als ihm sein Navi auf der Kanzlerstraße befahl, nach rechts abzubiegen. So landete er mit seinem 40-Tonner-Sattelzug im Enzauenpark. Mit üblen Folgen.

Der Rumäne war von der B10 kommend in die Kanzlerstraße eingefahren. Nach den Feststellungen des Polizeireviers Pforzheim-Nord wollte der 36-Jährige mit seinem leeren Sattelzug eigentlich ins Industriegebiet Altgefäll fahren. Beim Parkplatz der Firma Saacke ist er in einen abfallenden Feld- und Radweg in den Enzauenpark abgebogen. Ganz schön mutig, das selbst für normale Autos enge Sträßchen mit einem 40-Tonner zu befahren. Aber die Richtungsvorgabe seines Navigationsgerätes scheint so dominant zu sein, dass der Lkw-Fahrer scheinbar willenlos folgte.

Zunächst fuhr der Mann noch in Richtung des Enzauenparks weiter bis zur Querung eines weiteren Feld- und Radwegs, wo er schließlich nicht mehr vorankam. Bei den folgenden Rangierversuchen fuhr er sich derart mit den Rädern im Boden ein, dass sich die Bergungsversuche mit schwerem Gerät des Städtischen Tiefbauamtes sehr schwierig gestalteten.

Zunächst halfen auch die Aufschüttung von sechs Tonnen Kies sowie das Entfernen von Baumstümpfen nicht weiter. Letztlich bekamen die Bergungskräfte das Schwerfahrzeug durch Aufstellen des Aufliegers und Herausziehen der Zugmaschine mit einem Radlader wieder frei. So konnte der Rumäne anschließend mit dem unbeschädigten Lkw sein ursprünglich anvisiertes Ziel wieder ansteuern. Die Bergung war um 16.45 Uhr beendet. Der entstandene Sachschaden für die Bergung und Instandsetzung des Weges lässt sich derzeit noch nicht beziffern.

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helmut
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