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Streit ums Geld. Wie kann die Bäder-Rettung finanziert werden? Zu Lasten von Kultur und Sozialem? Foto: Meyer
Streit ums Geld. Wie kann die Bäder-Rettung finanziert werden? Zu Lasten von Kultur und Sozialem? Foto: Meyer
14.03.2018

Bäder-Rettung zu Lasten von Theater und Sozialem?

Pforzheim. Die Rettung des Emma-Jaeger-Bads und des Bades in Huchenfeld würden sich auf das Theater und den Sozialsektor auswirken – diese Prognose hat der Erste Bürgermeister und designierte Finanzbürgermeister Dirk Büscher am Dienstagabend im Finanzausschuss abgegeben. Dafür erntet er nun Kritik.

„Ich halte wenig davon, verschiedene Bereiche – wie Kultur und Bäder – gegeneinander auszuspielen“, reagierte am Mittwoch Oberbürgermeister Peter Boch. Das Theater Pforzheim habe in der Vergangenheit – wie alle städtischen Ämter und Eigenbetriebe auch – seinen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet und werde dies auch in Zukunft tun. „Für mich ist dabei aber eines klar: Das Dreisparten-Theater steht nicht zur Disposition. Pforzheim als Oberzentrum in der Region Nordschwarzwald braucht eine solche Einrichtung, sie ist aus dem kulturellen Leben von Stadt und Region nicht wegzudenken“, so Boch, in dessen Dezernat I das Theater angesiedelt ist.

Auch die scheidende Sozialbürgermeisterin Monika Müller ist wenig begeistert: Der Finanzierungsvorschlag könne die Schlussfolgerung nahelegen, eine gesunde und lebenswerte Stadt brauche Soziales, Theater und Bäder nicht zwingend, sondern könne auf diese als rein freiwillige Leistungen in größeren Teilen verzichten und diese miteinander verrechnen. Sie könne sich auch nicht vorstellen, dass der Gemeinderat dem folgen werde, da er alle freiwilligen Leistungen im Sozialen bereits weitgehend gekürzt habe und Kultur ebenfalls stark reduziert worden sei. „Gerade im Sozialbereich sind die meisten Leistungen eben nicht ‚freiwillig‘, sondern durch Gesetze vorgeschrieben, größere Kürzungen wären nur noch durch Schließung aller Familienzentren, der Tafelläden, Abschaffung der Schulsozialarbeit und des Pforzheim-Passes sowie deutliche Erhöhung von Gebühren im Bereich Kinderbetreuung möglich. Und selbst damit würde die erforderliche Summe nicht erreicht“, betont sie.

Mehr darüber lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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Meiricher
15.03.2018
Bäder-Rettung zu Lasten von Theater und Sozialem?

Bäderrettung Auf Kosten von Theater und sozialem? Was für ein Kuhhandel! Bäder, Theater und soziale Projekte sind wichtige Elemente für das soziale Zusammenleben und für die lebnensqualität. eventuell wäre es sinnvoller, an wahnwitzigen Prestigeobjekten zu sparen, anstatt Säulen unseres gesellschaftlichen Lebens umzustoßen! mehr...

Schrader
15.03.2018
Bäder-Rettung zu Lasten von Theater und Sozialem?

Ich finde, man sollte den Bürgern endlich reinen Wein einschenken, denn es nützt nichts, sich wieder und wieder in die eigene Tasche zu lügen. An der langfristigen Schließung der Bäder wird kein Weg vorbeigehen. Um diese Prognose abzugeben, braucht man übrigens kein Prophet zu sein. Ein Blick in andere, hochverschuldete Kommunen, vor allem in NRW, genügt, um festzustellen, dass der finanzielle Spielraum in vielen Städten stetig sinkt. Um den finanziellen Kollaps halbwegs abzuwenden, werden ...... mehr...

Schreiberling
15.03.2018
Bäder-Rettung zu Lasten von Theater und Sozialem?

Da setzen Sie die Alternative schon als alternativlos voraus. Es geht bei Knappheit um optimale Verteilung. Und da muss jetzt gefragt werden, wem nützt ein Dreispartentheater und wem nützen die Schwimmbäder. Die Bäder sind für die breite Bevölkerung und die Schulen. Das Theater ist für eine Möchtegern-Elite. Was im Theater kommt, kann man im Kino, oft sogar auf YouTube ansehen. Schwimmen lernen kann man nicht mit YouTube-Filmchen. Das muss man durch den Sprung ins Wasser eben selber machen. ...... mehr...

pforzheimer007
16.03.2018
Bäder-Rettung zu Lasten von Theater und Sozialem?

was ein schmarrn...."theater für die möchtegern-elite"...ich lach mich scheggig....ohne kultur...wird eine nation zu banausen..man schaue einfach mal aufs platte land in den usa...oder in die herkunftsländer der ganzen einwanderer...übel...echt übel...theater hat mal mit elite soviel zu tun...wie der satz...eine frau ohne mann ist wie ein fisch ohne fahrrad oder so....  logo gibts dinge auch online und auch kino...aber das ist doch um himmel willen kein ersatz für ein theater?...gehts ...... mehr...