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Auch mit Spürhunden fahndete die Polizei nach der Messerattacke am Schloßberg nach dem Täter. Foto: Seibel
Auch mit Spürhunden fahndete die Polizei nach der Messerattacke am Schloßberg nach dem Täter. Foto: Seibel
01.06.2017

Brutaler Mord in Pforzheimer Kita: Mutmaßlicher Täter war der Polizei bekannt

Pforzheim. Der Mord an einer Erzieherin in der Kita am Schloßberg kam nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Polizei bestätigte auf Anfrage PZ-Informationen, wonach der 53-jährige mutmaßliche Täter am Tag vor der Bluttat am 17. Mai von Beamten nach verbalen Ausfällen gegen seine 50 Jahre alte Frau dringend ermahnt worden war.

Diese „Gefährderansprache“ erfolgte nach einem Disput im Haus des Ehepaars in Dietenhausen. Als die Polizei eintraf, war die Frau allerdings schon mit dem gemeinsamen Sohn zu dessen Wohnadresse nach Pforzheim gefahren. Laut Polizeisprecher Sven Brunner stand die Frage im Raum, inwieweit eine mögliche Selbsttötungsabsicht vorlag. Ein weiterer Angehöriger soll versichert haben, auf den 53-Jährigen aufzupassen. „Die rechtlichen Möglichkeiten waren damit ausgeschöpft“, sagt Brunner. Der mutmaßliche Täter hatte seine Frau nach deren Arbeit vor der Kindertagesstätte abgepasst und sie verfolgt, als die Erzieherin in der Kita Schutz suchen wollte. Im Eingangsbereich soll er mindestens 20-mal auf die wehrlose Frau eingestochen haben. Im Anschluss soll er in einem Wald versucht haben, sich das Leben zu nehmen – was nicht gelang.

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