Am Donnerstag löst die Feuerwehr alle 45 Sirenen in der Stadt aus.
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Pforzheim
Bundesweiter Warntag: Am Donnerstag heulen die Sirenen in Pforzheim
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Pforzheim. Im Rahmen des sechsten bundesweiten Warntags erprobt die Feuerwehr Pforzheim die technische Einsatzbereitschaft des städtischen Sirenenwarnsystems. Am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr löst die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz Pforzheim–Enzkreis alle 45 Sirenen der Stadt aus, darunter auch 13 neue elektronische Sirenen. Es wird das Signal „Bevölkerungswarnung“ getestet. Um 11.45 Uhr erfolgt eine zweite Test-Auslösung mit dem Signal „Entwarnung“.

Ziel des Warntags sei es, die Bürger über das Thema Warnung zu informieren und sie damit vertraut zu machen. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.

So wird gewarnt

Im Ernstfall fungieren die Sirenensignale als Weckruf. Das Signal „Bevölkerungswarnung“ bedeutet „unmittelbare Gefahr“ und kennzeichnet sich durch einen einminütigen auf- und abschwellenden Heulton. Wer dieses Sirenensignal hört, sollte alle zur Verfügung stehenden Informationsmedien für weitere Hinweise nutzen und amtlichen Anweisungen der Stadt Pforzheim folgen. Zu den verlässlichen Informationsmedien gehören unter anderem örtliche Radiosender, die offiziellen Social-Media-Kanäle und die offizielle Homepage der Stadt Pforzheim.

Am Warntag werden durch die nationale Warnzentrale des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeitgleich zu den Sirenen Warnmeldungen über Cell Broadcast und Warn-Apps wie zum Beispiel NINA, KATWARN oder BIWAPP an alle Smartphones ausgestrahlt. In Pforzheim werden zusätzlich Ankündigungen in den Fahrgastinformationssystemen und über die digitalen Stadtinformationstafeln zu sehen sein. Auch sie sind Teil eines Warnmixes, der im Idealfall alle Menschen in der Gefahrenregion erreicht. Lediglich Lautsprecherdurchsagen wird es in Pforzheim am Warntag nicht geben.

Ist die Gefahr vorüber, ertönt das Signal „Entwarnung“. Ein einminütiger Dauerton signalisiert „Es besteht keine akute Gefahr mehr“. Im Rahmen des Warntages sendet die nationale Warnzentrale des BBK auch eine Entwarnung über die Warn-Apps. Zudem erfolgt in diesem Jahr erstmals eine Entwarnung über Cell Broadcast.

Bürgerinnen und Bürger können dem BBK ihre Erfahrungen zum bundesweiten Warntag bis einschließlich 17. September 2026 direkt unter www.warntag-umfrage.de mitteilen.

Vor diesen Gefahren wird gewarnt

Die Ereignisse, vor denen Bürger gewarnt werden, sind vielseitig. Darunter fallen Feuer, Versorgungsausfälle wie Stromausfall, Extremwetterereignisse und Naturgefahren wie Hochwasser. Aber auch vor anderen Ereignissen wie Cyberangriffen, Manipulationen, Waffengewalt, Chemieunfällen, Krankheitserregern oder Radioaktivität wird gewarnt.

Sirenen sind im Warnmix unabdingbar

Sirenen kombinieren die Warneffekte aus Lautstärke, hoher Reichweite und psychologischer Signalwirkung und erzielen so einen hohen Wirkungsgrad. Um diese Eigenschaften der Sirenen im Gefahrenfall im gesamten Stadtgebiet und in allen Stadtteilen effektiv zu nutzen, finden seit 2023 immer wieder Modernisierungsmaßnahmen am Sirenennetz Pforzheims statt. Zuletzt wurden in den Jahren 2025 und 2026 13 elektromechanische Sirenen für rund 30.000 Euro durch elektronische Hochleistungssirenen ersetzt. Unterstützung erhält die Stadt für die Maßnahme 2025/26 durch das Sirenenförderprogramm des Bundes in Höhe von rund 160.000 Euro. Damit fördert der Bund den Ausbau der kommunalen Sirenen-Infrastruktur. Federführend ist dabei das BBK gemeinsam mit den Ländern.

Im Zuge der Modernisierung des Pforzheimer Sirenennetzes gab es zuletzt vereinzelt Fehlauslösungen. Bei allen Fehlauslösungen wurde das Signal „Entwarnung“ (einminütiger Dauerton) ausgestrahlt. Somit war erkennbar, dass keine Gefahr drohte. 

Für Krisen vorsorgen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte und sich schon in ruhigen Zeiten über das richtige Verhalten in Gefahrensituationen informieren will, kann dies ganz einfach auf der Internetseite www.feuerwehr-pforzheim.de tun. Hier gibt es im Bereich „Informationsbroschüren“ die Möglichkeit, den Flyer „Warnung und Information“ sowie viele weitere Broschüren zu den Themen Vorbeugung und Sicherheit herunterzuladen. Wer sich für Vorsorgen für Krisen und Katastrophen interessiert, findet die gleichnamige Broschüre auf www.bbk.bund.de.

Notfallmeldestellen

Da es in jüngster Vergangenheit immer wieder Fälle von Manipulation an der Stromversorgung im Bundesgebiet gab, weist die Feuerwehr Pforzheim zusätzlich auf die Notfallmeldestellen der Stadt hin. Sie werden eingerichtet, wenn der Notruf 112 bei einem Ausfall der Telekommunikation, zum Beispiel bei einem Stromausfall, über längere Zeit nicht mehr funktioniert. Notrufe können dann an den Notfallmeldestellen mündlich abgesetzt werden. Über Funk erfolgt die Weiterleitung an die Integrierte Leitstelle, die die Hilfskräfte unverzüglich aussendet. Wer sich über die Standorte der Notfallmeldestellen im Stadtgebiet informieren möchte, findet diese im Flyer zu „Stromausfall und Notfallmeldestellen“ auf der Homepage der Feuerwehr Pforzheim und im geografischen Informationssystem unter www.buergergis.pforzheim.de.