Enzkreis. Beim bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, heulen ab 11 Uhr auch in vielen Enzkreis-Kommunen wieder die Sirenen. Die Städte und Gemeinden testen dabei das Sirenennetz, wie das Landratsamt des Enzkreises am Donnerstag mitteilt. Mit der Aktion soll die Bevölkerung zudem sensibilisiert werden, Vorsorge für Notfälle zu treffen. Außerdem diene der Warntag dazu, Schwachstellen im Warnsystem zu finden, zu beseitigen und das System für den Ernstfall noch stabiler und effektiver zu machen.
Im Enzkreis sollen sich Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg an der Aktion beteiligen.
Außer den fest installierten Anlagen würden einige Feuerwehren über mobile Lautsprecher in Einsatzfahrzeugen verfügen. Damit sei es möglich, schnell und gezielt in einzelnen Straßenzügen oder Wohnblocks vor Gefahren zu warnen. Zusätzlich gebe es im Landkreis vier Fachgruppen „Warnen“: Die Feuerwehren Engelsbrand, Ispringen, Maulbronn und Wurmberg seien damit kreisweit zur mobilen Warnung der Bevölkerung einsatzbereit.


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Eine Warnung der Bevölkerung komme laut der Mitteilung beispielsweise bei Naturgefahren wie Hochwasser, Überschwemmungen, gefährlichen Wetterlagen oder Waldbränden in Betracht.
„Auch bei Unfällen in Chemiebetrieben oder beim Austritt von radioaktiver Strahlung oder biologischen Giften kann es nötig sein, dass die Bevölkerung schnell gewarnt und informiert werden muss“, erklärt Kreisbrandmeister Carsten Sorg.
Auch NINA und Cell Broadcast warnen die Bevölkerung
Am Warntag werde um 11 Uhr zunächst für eine Minute ein an- und abschwellender Heulton zu hören sein, der außerhalb des Probebetriebs eine unmittelbare Gefahr signalisiere. Ein Dauerton von ebenfalls einer Minute Dauer verkünde um 11.45 Uhr, dass keine akute Gefahr mehr besteht.
Neben dem „Weckinstrument“ Sirenen werde am Warntag auch die Warn-App NINA (kurz für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“) aktiviert, mit der detaillierte Informationen direkt von der Integrierten Leitstelle für Pforzheim und den Enzkreis auf die Mobiltelefone in der Region geschickt werden können. NINA sei mit dem sogenannten Modularen Warnsystem verknüpft, einem satellitengestützten System, das bundesweit Warnungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), lokale Warnungen der Leitstellen und Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes verbreitet.


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Auch der Mobilfunkdienst „Cell Broadcast“ sendet am 11. September eine automatische Warnung an Mobilfunkgeräte.
„Mit keinem anderen System können mehr Menschen in einem Gefahrengebiet direkt erreicht werden“, sagt Carsten Sorg.
Grundsätzlich gelte im Ernstfall: Ruhe bewahren, Türen und Fenster schließen und weitere Informationen via Warn-App, Internet, Radio oder Fernsehen einholen. Die Notrufe 110 und 112 dürfen nur in einem akuten Notfall gewählt werden, aber nicht, um sich zu informieren. Weitere Informationen und Sicherheitstipps stehen im Internet, beispielsweise zur Notfallvorsorge und zum richtigen Handeln in Notsituationen. Auch hier gibt es Infos zum Warntag und Links zum Download von NINA.
Das BBK wird einen Rückmeldekanal für die Bevölkerung einrichten. Die Bürgerinnen und Bürger können vom 10. bis 17. September hier ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen rund um den Warntag mitteilen.



