Pforzheim. Knapp drei Dutzend Menschen wollen am Samstag vor der Abschiebehafteinrichtung an der Rohrstraße demonstrieren. Hinter den Mauern des ehemaligen Gefängnisses sitzen rund zehn Männer mit ausländischen Wurzeln, die in ihre Heimatländer abgeschoben werden sollen. Wann genau, ist ungewiss, denn coronabedingt sind bis auf weiteres Flüge ausgesetzt.


"Die spielen mit unserer Psyche": Abschiebung verzögert sich
Zwei der Insassen, der 38-jährige Murat K. (Name geändert), türkischer Staatsbürger, und ein Marokkaner, befinden sich seit Mittwoch im Hungersteik. Die Kundgebung richtet sich unter anderem gegen die Dauer der Abschiebehaft, die im Fall Murat K. schon mehr als drei Monate anhält. Zunächst saß er nach seiner Verhaftung in Hessen einige Wochen in der Einrichtung in Darmstadt-Eberstadt ein und nach der Räumung dort in Pforzheim.


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Man fordere die Freilassung der Abschiebehäftlinge, sagt Christian Schmidt, der die Kundgebung angemeldet hat. Schmidt engagiert sich seit fünf Jahren im Forum Asyl, im Antirassistischen Netzwerk und der Initiative gegen Rechts sowie „Seebrücke“.
Mehr über die Demonstration lesen Sie am Samstag, 13. Juni, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

