Pforzheim. Wer sein Gehirn mal wieder richtig auf Hochtouren bringen möchte, kann das mit der neuen Publikation von Herbert Müller. 198 Seiten in Hochglanzdruck mit benutzerfreundlicher Spiralbindung lassen die Herzen von Rätselfreunden höher schlagen. Und damit man nun wirklich nicht unentschlossen zurückbleibt, gibt es am Ende des handlichen Buchs eine Auflistung mit den Lösungen.
Müller ist als Autor wahrlich kein Unbekannter in der Region. Der 78-Jährige aus Pfinztal-Söllingen hat in der Tat schon so viele Titel vorzuweisen, dass die Frage nach der wievielten Publikation bei ihm ein Lächeln auslöst. Gezählt habe er nicht. Auch, weil es schwierig sei, berufliche und private Autorenschaften voneinander zu trennen. Aber ganz sicher seien es über zehn Titel.
Zur Erinnerung: Müller war 33 Jahre bei der Sparkasse Pforzheim Calw, davon 25 Jahre im Vorstand und fünf Jahre als Vorstandsvorsitzender. Der Pensionär widmet sich nach eigenem Bekunden heute dem Schreiben. Aber natürlich nicht nur. Das sei eine Herausforderung über die Winterzeit. Wenn die Möglichkeiten im eigenen Garten oder auf dem Golfplatz saisonal begrenzt seien, verfasse er gerne ein Buch. Das helfe nicht nur ihm selbst, geistig fit zu bleiben, sondern biete sich als gesunde Nervennahrung auch für seine Leserschaft an.


„Mensch, bleib Mensch“: Pforzheims Ex-Sparkassenchef Herbert Müller veröffentlicht Buch
Der Themenmix von Müller ist beachtlich. Zu seinen Werken gehören so herausfordernde Titel wie „Wer spült im Paradies das Geschirr?“, „Die andere Seite der Wirklichkeit“ oder „Verwirrende Zeiten“. Die Ideen zu seinen Werken entstünden nicht selten aus Alltagserlebnissen, aber auch beim Blick in die sozialen Medien wie Facebook oder Instagram. Müller im Redaktionsgespräch: „Meine Buchideen kommen spontan.“ Auf jeden Fall drehe sich oftmals viel um die Goldstadt, ihre markanten Bauten oder die wirtschaftlichen Bezugspunkte, wie die Uhren- und Schmuckbranche.
Wichtig für jeden sei, lautet die Empfehlung von Müller, seinen Betrachtungsstandort zu sortieren, so dass man einen möglichst großen Überblick erhalte. Als er selbst noch im vierten Stock des alten Sparkassengebäudes gearbeitet habe, sei der Blick nur aufs gegenüberliegende Gebäude gefallen. Mit dem Umzug in den Sparkassenturm habe sich die Optik zu einem Panoramablick gewandelt.
Und damit wäre man auch schon mitten drin in Müllers Buch – und zwar auf Seite 42. Welcher Turm ist denn nun der höchste in Pforzheim? Spontan könnte man sich womöglich für den erwähnten Sparkassenturm entscheiden. Doch um fünf Meter gefehlt. Es ist der Turm der Stadtkirche. Und das, so Müller, sei ja auch kein Zufall: „Beim Bau des Sparkassenturms wurde streng darauf geachtet, dass er nicht höher als der Turm der Stadtkirche wird.“ Doch keine Sorge, mehr soll hier nicht verraten werden.


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Wichtig ist Müller der Hinweis, dass das Buch auch mit Unterstützung seiner Tochter Viola entstanden ist: „Ihr gilt mein Dank für ihre hilfreichen Hinweise und die professionelle Gestaltung einiger Rätselseiten. So gibt es etwa nicht nur Multiple-Choice-Aufgaben, sondern auch Schaubilder und Grafiken. Die konkrete Idee zum neuen Buch „Denken mit Spaß – Gut fürs Hirn!“ sei an Silvester vor einem Jahr entstanden. Nach dem Silvestermenü habe er mit den Gästen noch Denksportaufgaben zur Überbrückung der Wartezeit bis Mitternacht organisiert. Und siehe da: Alle waren mit Begeisterung dabei. Und wo gibt es Müllers Werk? Direkt bei der „Pforzheimer Zeitung“ (für 20 Euro). Im Buchhandel sei das Werk nicht erhältlich, sagt Müller. Deshalb gebe es keine ISBN.

