An der polnisch-ukrainischen Grenze heißt es Aufatmen: die Flüchtenden können hier durch Spenden mit dem Nötigsten versorgt werden.
Kühne
Pforzheim
"Der Tag war heftig": Pforzheimer Helfer berichten von Tour an polnisch-ukrainischen Grenze

Eine Tour, die zuweilen zur Tortur wurde, haben die privaten Helfer um die Pforzheimer Immobilienunternehmer Anja und Rainer Kühne erlebt, die sich am Freitag gen polnisch-ukrainische Grenze aufgemacht hatten.

Teams in insgesamt drei Sprintern – einer hatte sich vom bayerischen Freising aus auf den Weg gemacht – meisterten nicht nur die lange Strecke, um Hilfsgüter zu Betroffenen zu bringen. Sie sahen vor Ort, wie groß das Leid dieser Menschen ist.

"Der Tag war heftig – die Angst der Menschen zu sehen", beschrieb Rainer Kühne seine Eindrücke. Der Tross, zu dem auch der Pforzheimer Geschäftsmann Wolfgang Nutz und Andreas Wolf, der frühere Küchenmeister der "Pyramide", gehörten, brachte vier Mütter mit vier Kindern nach Pforzheim mit zurück.

Die Fahrer hatten beim Blick in den Rückspiegel auf die Insassen Tränen in den Augen. Im Auto nach Freising befanden sich zwei Mütter, zwei Kinder und eine Großmutter. In der Goldstadt stellen die Kühnes eine leerstehende, voll ausgestattete Studenten-WG zur Verfügung.