Bezahlkarte für Geflüchtete
ie Bezahlkarte suggeriere, dass Geflüchtete grundsätzlich mit Sozialleistungen Missbrauch betreiben würden, kritisiert Die Linke Pforzheim/Enzkreis.
Andreas Arnold/dpa (Symbolbild)
Pforzheim
Die Linke in Pforzheim und Enzkreis kritisiert Bezahlkarte für Geflüchtete

Pforzheim. Mit großer Sorge blickt Die Linke auf die Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete, die seit Montag, den 3. Februar, durch das Landratsamt Enzkreis ausgegeben wird. „Während Oberbürgermeister Peter Boch und Landrat Bastian Rosenau von einer transparenten Lösung sprechen, sehen wir darin einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Selbstbestimmung der Geflüchteten und eine unnötige Bürokratisierung des Sozialleistungssystems“, heißt es in einer Pressemitteilung des Linken-Kreisverbands Pforzheim/Enzkreis.

Die Bezahlkarte suggeriere, dass Geflüchtete grundsätzlich mit Sozialleistungen Missbrauch betreiben würden. „Diese pauschale Unterstellung ist nicht nur unbegründet, sondern auch diskriminierend“, erklärt Felix Scherb, Kreissprecher. Zudem werde durch die Karte eine gezielte Einschränkung vorgenommen: Bargeld gibt es nur noch in sehr begrenztem Umfang, was den Alltag der Betroffenen massiv erschwert.