Die mutige Belle will ihren Vater aus den Fängen des Biestes befreien.
Osterfeld-Realschule
Die Darsteller der Osterfeld-Realschule haben ihren großen Auftritt.Osterfeldrealschule
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Pforzheim
„Die Schöne und die Bestie“: Pforzheimer Osterfeldrealschule begeistert mit ihrem Schulmusical
  • Tamara Wolf

Pforzheim. Mit zwei ausverkauften Vorstellungen am 11. und 12. Juni hat die Osterfeldrealschule (ORS) das Kulturhaus Osterfeld in eine märchenhafte Bühne verwandelt. Unter der Regie von Roman Seiz und Thorsten Volk brachten Schülerinnen und Schüler das Musical „Die Schöne und die Bestie“ mit großer Leidenschaft, Spielfreude und beeindruckendem Können auf die Bühne und wurden dafür vom Publikum mit langanhaltendem, tobendem Applaus belohnt. Monatelange, aufwendige Castings, Proben, Tanzstunden und stundenlanges Textlernen haben sich ausgezahlt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die mutige Belle (Ardonita Kurhasku, 10d), die ihren Vater (Samah Alkaddah 9d) aus den Fängen eines geheimnisvollen Biests (Semih Yavuz, 10c) befreit, indem sie sich selbst an seiner Stelle gefangen nehmen lässt. Nach und nach entdeckt sie hinter der furchteinflößenden Gestalt den verzauberten Prinzen (Flori Shala, 10d), dessen Witz, Charme und Güte schließlich ihr Herz gewinnen.

Neben Gaston (Aaron Orastella, 9d) und seinem Side-Kick Le Fou (Rauand Jundi, 10c) konnten die sprechenden Requisiten, welche ebenfalls von Schülerinnen und Schülern verkörpert wurden, dem Publikum ein Lachen ins Gesicht zaubern. Doch die ORS beließ es nicht bei einer klassischen Inszenierung des bekannten Märchens. Immer wieder fanden humorvolle Anspielungen auf die Schule, einzelne Lehrkräfte sowie frühere Musicalproduktionen ihren Weg in das Stück und machten die Aufführung zu einem ganz persönlichen Erlebnis für die gesamte Schulgemeinschaft.

Gutes Orchester

Musikalisch wurde das Ensemble von einem hervorragend aufspielenden Orchester begleitet, das die Handlung mit passenden Klangbildern eindrucksvoll untermalte. Die Leitung übernahm dabei der Rektor Martin Hohloch selbst. Zusätzliche musikalische Höhepunkte setzte der Chor unter der Leitung von Philipp Markiewicz, der mehrere Lieder stimmungsvoll unterstützte. Auch die Choreografien überzeugten auf ganzer Linie. Die von Julia Faaß und Salije Saljihi einstudierten Tanzeinlagen verliehen der Geschichte moderne Akzente und transportierten das bekannte Märchen „Die Schöne und das Biest“ gekonnt in die heutige Zeit. Mit sichtbarer Freude und großem Engagement begeisterten die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum. Diese sowie die Schauspielerinnen und Schauspieler wurden von Christine Forozidou, Sara Rometsch sowie Stella Seker geschminkt und mit passender Kleidung ausgestattet.

Ein großes Lob verdienen zudem die Requisiten, welche von Manuel Runstuk gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern selbst gebaut wurden. Unter der Leitung von Michaela Vinçon entstand gemeinsam mit einem engagierten Schülerteam eine beeindruckend schnell wechselnde Kulisse, die während der Vorstellung mehrfach umgebaut werden musste und die Zuschauer immer wieder in neue Schauplätze eintauchen ließ. Die technische Umsetzung setzte dabei neue Maßstäbe: Bild-, Video- und Tontechnik wurden von Christopher Merzinsky auf höchstem Niveau umgesetzt und sorgten für eine professionelle Gesamtwirkung.

Französische Häppchen

Passend zum französischen Schauplatz des Musicals wurden die Besucher vor, während und nach den Vorstellungen mit französischen Häppchen verwöhnt. Diese hatten die Referendarinnen Rebecca Anderer und Clara Braun gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern vorbereitet und verkauft. Das kulinarische Angebot rundete den Abend auf besondere Weise ab. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich neben vielen Eltern und Freunden der Schule auch ehemalige Kolleginnen und Kollegen, die sich die Aufführungen nicht entgehen lassen wollten. Ihr begeisterter Zuspruch spiegelte sich ebenso im langanhaltenden Schlussapplaus wider, wie die Anerkennung für die monatelange Arbeit aller Beteiligten.

Die vielen Tage intensiver Proben, die kreativen Ideen und die unzähligen Stunden der Vorbereitung haben sich aus Sicht der Verantwortlichen mehr als ausgezahlt.

Mit „Die Schöne und die Bestie“ hat die ORS einmal mehr bewiesen, wie viel Talent, Kreativität und Gemeinschaftsgeist in ihrer Schulgemeinschaft steckt. Nach diesem großen Erfolg dürfen sich die kreativen Köpfe nun zunächst eine wohlverdiente Pause gönnen – doch eines ist schon jetzt sicher: Nach dem Musical ist vor dem Musical.