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Susanne Knöller (Vorsitzende von „Menschen in Not“, links), überreicht die Unterstützung für das E-Spielmobil in Höhe von 25 000 Euro, Alfred Cioban (Zweiter von rechts) und Oana Krichbaum (rechts) von der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft die Hilfe in Höhe von 6000 Euro an die Vertreter des Stadtjugendring: Robin Schneider, Alison Bussey und Dr. Rainer Hopfgarten (von links).  Foto: Meyer 

E-Spielmobil für den Stadtjugendring bald bereit - Deutsch-Rumänische Gesellschaft und „Menschen in Not“ helfen

Pforzheim. Oana Krichbaum, Vorsitzende der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft (DRG), und ihr Stellvertreter Alfred Cioban, sind aus dem gleichen Grund nach Brötzingen gekommen, wie Susanne Knöller, Vorsitzende der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“: mit der Spende der beiden Vereine ist mehr als die Hälfte des Anschaffungspreises für das E-Spielmobil des Stadtjugendring abgedeckt.

„Wir haben eine größere Spende der Firma „Müller-Fleisch“ für die Unterstützung in der Corona-Zeit erhalten“, berichtet Krichbaum. Die Hilfe sei damals eine Selbstverständlichkeit für die Mitglieder der DRG gewesen. Und genauso sei es jetzt wichtig, das Geld hier in der Region zu verwenden. „Auf der Grundlage eines einstimmigen Vorstandsbeschlusses erhält der Stadtjugendring für das E-Spielmobil 6000 Euro“, so die Vorsitzende weiter. Die Mitglieder seien vom Verwendungszweck begeistert gewesen.

Wenn das E-Spielmobil im Einsatz ist, findet Kreativität statt, die Kinder kommen zusammen, und sprechen miteinander die deutsche Sprache. „Das ist gelebte Weiterbildung.“ Alfred Cioban fügt hinzu: „Mit jeder Gelegenheit wollen wir Projekte für Kinder in Pforzheim und dem Enzkreis unterstützen.“

Gute Zusammenarbeit

Die Idee, für das E-Spielmobil zu spenden, sei durch den guten Kontakt zur PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ konkretisiert worden. Thomas Satinsky und Susanne Knöller, die Vorsitzenden des Hilfsprojekts, hatten mit ihrem Projektbeirat entschieden, die Anschaffung des E-Spielmobils im Rahmen der Weihnachtsaktion zu fördern. 25 000 Euro kommt nun von dieser Seite hinzu.

Alison Bussey und Dr. Rainer Hopfgarten, die Geschäftsführer des Stadtjugendring, freuen sich, dass die Neuanschaffung auf große Unterstützung stößt: „Das ist eine wahnsinnig gute Sache, denn das Geld ist durch die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder der DRG damals für Müller-Fleisch zusammengekommen. Und der Verein gibt es weiter an gute Zwecke.“ „Wir haben damals keine Spende erwartet. Wir haben geholfen, weil das damals eine absolute Selbstverständlichkeit war“, so Krichbaum weiter.

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Pforzheim

PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ finanziert Mittagessen für Mädchen und Jungen in Pforzheim

Auch bei der PZ-Hilfsaktion werden alle Spendengelder zu hundert Prozent weitergegeben. Sämtliche Personal- und Verwaltungskosten trägt der Verlag J. Esslinger GmbH & Co KG. Die zugesagten 25.000 Euro für das E-Spielmobil seien im Rahmen der Weihnachtsaktion, die einen Rekordeingang von mehr als 500.000 Euro, erzielte, durch Spenden gedeckt.

„Gerade in Zeiten, in denen die Menschen mit Gedanken an die Ukraine ins Bett gehen und mit den gleichen wieder aufwachen, ist es ein schönes Signal“, sagt Oana Krichbaum. Denn wenn das E-Spielmobil startet, dann fährt es zu den Kindern der Stadt. Und da könnten auch die traumatisierten Kinder, die aus der Ukraine eintreffen, erreicht werden.

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Pforzheim

„Menschen in Not“ hilft Stadtjugendring beim Kauf. E-Spielmobil kommt

Alison Bussey stimmt zu: „Gerade die mobilen Angebote im öffentlichen Raum ist für uns ein guter Weg, auch mit diesen Kindern in Kontakt zu kommen. Wir sitzen nicht hin und warten, bis sie kommen.“ Das Team der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit werde rausfahren und dort hingehen, wo die Kinder sind.

Gemeinsames Medium

„Pforzheim ist eine multikulturelle Stadt. Kulturen begegnen sich im öffentlichen Raum“, so Robin Schneider, Leiter der Mobilen Kinder- und Jugendarbeit. „Spiel ist das gemeinsame Medium von Kindern. Nur, wenn die Kinder sich gut verstehen, wenn die einen Draht zueinander haben, können sie gemeinsam eine Stadt gestalten.“ Bis das E-Spielmobil zum Einsatz kommt, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. „Volkswagen hat uns den Crafter für das zweite Quartal zugesagt“, sagt Dr. Rainer Hopfgarten und hofft darauf, dass der Termin eingehalten werde. Bis dahin werde der alte Koloss seine Runden drehen.

Susanne Knöller

Susanne Knöller

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