
Pforzheim. Normal ist das nicht, dass die PZ den Artikel zum runden Geburtstag bekannter Persönlichkeiten erst zwei Tage später veröffentlicht. Aber bei Rami Suliman, dem Vorsitzenden von Pforzheims Jüdischer Gemeinde und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, ist sowieso manches ungewöhnlich. Zum Beispiel eben, dass er Jahr für Jahr an seinem Geburtstag der Deportation der letzten 182 in Pforzheim gemeldeten jüdischen Mitbürger im Jahr 1940 ins südfranzösiche Lager Gurs gedenkt. Weil eben beides auf den 22. Oktober fällt. Und Suliman wollte nicht, dass ihm, dem Mann mit dem großen Freundes- und Bekanntenkreis, als Reaktion auf den Bericht viele Leute Glückwünsche aussprechen, wenn sie ihm bei der Gedenkfeier beim Prellbock am Hauptgüterbahnhof begegnen.
Vor 70 Jahren und genau 16 Jahre nach dem schrecklichen Ereignis – einem von vielen und beileibe nicht einmal dem mörderischsten in der Zeit, als die Deutschen sich von Nazis
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