Huchenfeld. Ein Apfel zum Mitnehmen – einfach so. Vor dem Edeka-Markt Berger in Huchenfeld überraschten zwei Pfarrerinnen und ein Pfarrer der Evangelischen Kirche Pforzheim von „leben feiern“ die Einkaufenden mit einer kleinen Pop-up-Aktion. Dabei ging es um eine einfache Frage:
Woher kommt eigentlich das, was täglich auf unseren Tellern liegt? Mit Jung und Alt kamen die Geistlichen ins Gespräch. Kinder bekamen neben einem Apfel ein Früchte-Tattoo. Gemeinsam wurde gerätselt, woher wohl der Raclette-Käse kommt – und was es mit dem Erntedankfest auf sich hat. Gerade ältere Menschen erinnerten sich an die Bedeutung dieses traditionellen Festes und bedauerten, dass es zunehmend in Vergessenheit gerät. Gleichzeitig wurde deutlich: Nach einem heißen Sommer stellt sich mehr denn je die Frage, wie unsere Lebensmittelversorgung auch künftig gesichert und bezahlbar bleiben kann. Denn ob ein Samenkorn aufgeht, Getreide wächst oder ein Apfel reift, liegt nicht allein in Menschenhand. Es braucht Wasser, Sonne, fruchtbare Böden und die richtigen Bedingungen. Der Mensch kann vieles dafür tun – wachsen lassen kann er nicht alles selbst. Mit ihrer Aktion wollten die drei Geistlichen genau daran erinnern. Dafür brachten sie Erntedank kurzerhand dorthin, wo die Menschen ihrem Alltag nachgehen: vor den Supermarkt.



