Es gibt diese Tage, Abende und Nächte, an denen nahezu pausenlos irgendwo im Pforzheimer Talkessel ein Martinshorn ertönt– zumindest gefühlt. Symbolbild: studio v-zwoelf/tock.adobe.com
Pforzheim
Führt der Corona-Lockdown zu Blaulicht und Polizeieinsätzen nonstop in Pforzheim?

Pforzheim. Es gibt diese Tage, Abende und Nächte, an denen nahezu pausenlos irgendwo im Pforzheimer Talkessel ein Martinshorn ertönt– zumindest gefühlt. Eine besondere Art von kollektiver Nervosität scheint sich dann auszubreiten. Gibt es so etwas, gerade jetzt im Lockdown – und trägt das dann eher zu Sichtungen eines Kindes in der reißenden Enz bei? Die Faktenlage spricht eine andere Sprache.

„Wir hatten in den vergangenen Tagen 310 bis 340 Einsätze je 24 Stunden“, sagt Polizeisprecher Dirk Wagner für den Bereich des Polizeipräsidiums Pforzheim. Im September/Oktober, vor dem Lockdown, seien es täglich 50 bis 60 mehr gewesen, jeweils der Großteil in Pforzheim selbst. Was allerdings am Donnerstag und Freitag mit zwei Straßenschlägereien, dem Brand in Brötzingen und der Suche an der Enz der Fall gewesen sei: Die Polizei habe erhebliche Kräfte beider Pforzheimer Reviere vor Ort geschickt. Dies könne den Eindruck permanenter Einsatzfahrten mit „Tatütata“ verstärkt haben.