Pforzheim. Um das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger zu stärken, hat die Stadt Pforzheim sich mehr Polizeipräsenz an Brennpunkten gewünscht – und erhalten. Aktuell im Dauereinsatz sind die Beamten in der Nähe der Schlössle-Galerie an der Ecke Westliche Karl-Friedrich-Straße/Museumsstraße.

Polizeieinsatz bei der Schlössle-Galerie
Dort halten sich zu wechselnden Zeiten und je nach Wetterlage Dutzende von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Wenn Alkohol im Spiel ist, kann es, wie bei Halbstarken wohl so üblich, zu Pöbeleien und Handgreiflichkeiten kommen.
Kunden der Einkaufszentrums seien allerdings noch nicht belästigt worden, wie ein Geschäftsinhaber aus der Schlössle-Galerie erklärte. Die Gruppierungen treffen sich laut Polizei in dieser Ecke der City, um das kostenlose WLAN zu benutzen.
Und wie reagieren die Zeitgenossen auf Twitter? Einige lassen anklingen, dass sie ein Unbehagen verspüren, wenn sie fremde Sprachen hören, anderen scheint die lange Liste der vor der Schlössle-Galerie vertretenen Nationalitäten bemerkenswert zu sein.
Doch es geht auch anders. Zwei neue Projekte von Stadtjugendring und Diakonie, die sich im Rahmen des Integrationspakts explizit an Männer und deren Selbstverständnis richten, sollen helfen. Doch insbesondere bei der Diakonie klagt man über einen zu gering ausfallenden Zuschuss.
Dass aktuell die Polizei schnell in großer Personalstärke vor Ort ist, findet aber auch den Beifall der Bürger und Politiker. Das neue Sicherheitskonzept scheint anzukommen.

