Wird Biontech-Impfstoff wie hier für die Spritze aufbereitet, muss er binnen sechs Stunden verabreicht werden. Um trotz geplatzter Termine nichts wegwerfen zu müssen, wird gegen Abend erst aufgezogen, wenn der Piks sicher ist. Archivfoto: Meyer
Pforzheim
Inzidenzen in den Stadtteilen ausgewertet: Pforzheimer Oststadt mit dem höchsten Wert am 26. Mai
  • pm

Pforzheim. Auch in der Goldstadt zeigt der Verlauf der Inzidenzwerte in eine klare Richtung: nach unten. Während am Montag den fünften Werktag in Folge der Inzidenzwert 100 für den gesamten Stadtkreis unterschritten wurde und damit ab Mittwoch, 2. Juni, die nächste Lockerungsstufe greift, spiegelt sich diese Entwicklung auch in den Pforzheimer Stadtteilen wider – wenngleich in unterschiedlich starkem Ausmaß. Dies zeigt laut einer Pressemitteilung der Stadt eine Auswertung, die von der Kommunalen Statistikstelle anhand von Daten des Gesundheitsamts vorgenommen und dem Gemeinderat zur Verfügung gestellt wurde.

Anlass war eine Anfrage von Stadtrat Reinhard Klein (Bürgerliste) zu den Corona-Erkrankungen gewesen. Noch vor einigen Wochen hatte die Stadt erklärt, sie würde zu den einzelnen Stadtteilen keine fortlaufenden Inzidenzzahlen erheben. Betrachtet worden ist jetzt die Sieben-Tages-Inzidenz am 26. Mai und die Verteilung der unter stationärer Versorgung stehenden Personen am 21. Mai, jeweils bezogen auf die Stadtteile. Dabei ist zu beachten, dass der Stadtkreis Pforzheim erstmals am 25. Mai den Schwellenwert 100 unterschritten hat; zehn Tage zuvor lag die Inzidenz noch bei über 200.

„Erfreulicherweise gehen die Inzidenzen zurück“, stellt Daniel Beckemeier von der Kommunalen Statistikstelle fest. „Dadurch sind aber auch die Erkenntnisse, die sich aus den Stadtteilauswertungen ziehen lassen, relativ gering.“In der Innenstadt als zweitkleinstem Pforzheimer Stadtteil führen etwa nur drei infizierte Personen zu einer deutlich überdurchschnittlichen Inzidenz. Einzelne Ausbrüche können aufgrund der niedrigen Fallzahlen zu großen Schwankungen führen. „Insgesamt zeigt sich ein relativ diffuses Bild.“ Spitzenreiter ist nach der Auswertung der Statistikstelle die Oststadt mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 170,5, dort lebten 2020 rund 51 Prozent Ausländer. Die Innenstadt folgte mit 140,5 (49,8 Prozent Ausländeranteil). Weststadt und Buckenberg haben eine Infiziertenrate von knapp 80 gehabt. In den Stadtteilen Würm (O), Huchenfeld (43) und Hohenwart (112,4) zeichnete sich ein unterschiedliches Infektionsgeschehen ab.

Bereits seit Wochen werde zudem durch verschiedene Impfaktionen der Bevölkerung ein breiteres Angebot unterbreitet, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Dort werde alles getan, damit die Bevölkerung auch in den Stadtteilen Zugang zu den Impfangeboten bekomme. Der limitierende Faktor sei weiterhin der Impfstoff. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Auswertung bezieht sich laut Stadtverwaltung auf die dem Gesundheitsamt zugeordneten Personen mit Wohnort Pforzheim, die durch einen PCR-Test positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. Der stadtweite Inzidenzwert für die Sieben-Tage-Inzidenz des 26. Mai liege mit 77,6 geringfügig unter dem Wert des RKI von 79,4. Dies liege daran, dass kleinräumige Daten nur in der stadteigenen Fortschreibung vorliegen, welche 1600 Personen über der amtlichen Einwohnerzahl liegt, die vom RKI verwendet wird. Es werden zudem ganze Tage zur Berechnung herangezogen, das RKI nutzt den Datenstand um etwa 16 Uhr.