Teen students using social media on phones on lesson
Wie unterscheidet man im Internet denn überhaupt seriöse Nachrichten von gezielten Falschmeldungen? Dieses Wissen vermittelt das KLASSE!-Projekt der „Pforzheimer Zeitung“.
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Pforzheim
Jugendliche sind Fake News ausgesezt - so wichtig ist das PZ-Projekt KLASSE!
  • pm/pz

Pforzheim. Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren sind immer häufiger mit problematischen Inhalten im Netz konfrontiert – unter anderem mit Fake News. Das ist eines der Ergebnisse der neuen Studie JIM (Jugend, Internet, Medien), die gemeinsam von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt wurde. Die „Pforzheimer Zeitung“ hilft mit dem Projekt KLASSE! Schulen dabei, die jungen Menschen besser aufzuklären.

Laut der JIM-Studie geben inzwischen 61 Prozent der Jugendlichen an, im vergangenen Monat mit Fake News konfrontiert worden zu sein. In der Vergangenheit ist dieser Anteil kontinuierlich gestiegen, 2021 lag er noch bei 42 Prozent. Beleidigende Kommentare (57 Prozent) sowie extreme politische Ansichten (54 Prozent) werden von Jugendlichen ebenfalls häufiger wahrgenommen als im Vorjahr.

Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, betont: „Deep Fakes, Verschwörungserzählungen und Extremismus haben auf den Smartphones von Jugendlichen nichts zu suchen. Die Zahlen verdeutlichen: Große Plattformen werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Viel zu oft sind dort jugend- gefährdende und demokratiefeindliche Inhalte zu sehen.“ Soziale Medien sind laut der Studie, neben Gesprächen im persönlichen Umfeld und Nachrichten im Radio oder Fernsehen, auch eine wichtige Quelle für Informationen zum Weltgeschehen.

Jeweils rund ein Drittel der Jugendlichen nutzt Instagram, YouTube und TikTok, um sich über aktuelle Ereignisse zu informieren. Generell haben 83 Prozent der Jugendlichen Interesse an Nachrichten – sowohl am Weltgeschehen als auch an Ereignissen in der eigenen Region. Gleichzeitig geben rund zwei Fünftel an, dass die Vielzahl negativer Meldungen sie belastet. Damit einhergehend zeigt sich bei einem Großteil der Jugendlichen das Phänomen der „News Avoidance“, also das bewusste Vermeiden von Nachrichten: Acht Prozent versuchen „oft“, Nachrichten aus dem Weg zu gehen, 23 Prozent „manchmal“ und weitere 32 Prozent „zumindest gelegentlich“.

Seriöse Nachrichten erkennen

Doch wie unterscheidet man im Internet überhaupt seriöse Nachrichten von gezielten Falschmeldungen? Dieses Wissen vermittelt das KLASSE!-Projekt der „Pforzheimer Zeitung“. Den kompetenten Umgang mit Medien zu lernen, ist wichtiger denn je – gerade in politisch unruhigen Zeiten. Das Projekt soll dazu dienen, Schülern deutlich zu machen, welche Rolle Medien in einer demokratischen Gesellschaft einnehmen. Es richtet sich an Grundschulen, weiterführenden Schulen und Berufsschulen und soll Lehrkräften und Schülern helfen, Medien zu bewerten, sie zu vergleichen und deren Stärken und Schwächen zu erkennen.

Das Online-Lehrmaterial besteht aus Bausteinen und kann je nach Wissen und Alter kombiniert werden. KLASSE! hilft beim sicheren und sinnvollen Umgang mit den Nachrichten, die täglich über alle Kanäle laufen, und vermittelt Medienkompetenz. Alle Projektangebote sind kostenfrei. Das Lehrmaterial ist online ohne Registrierung zugänglich. Es beinhaltet Video-Tutorials, Quiz-Angebote, E-Learning-Module, Präsentationen für den Unterricht und vieles mehr.

Mit der Anmeldung durch die Lehrkraft erhalten teilnehmende Klassen für jeden Schüler einen vierwöchigen Digital-Zugang, mit dem das E-Paper der „Pforzheimer Zeitung“ und alle Artikel auf PZ-news nutzbar sind. Der Projektzeitraum kann ganzjährig individuell festgelegt werden.

Weitere Informationen zu KLASSE! erhalten Sie bei Bärbel Schierling telefonisch unter (07231) 933443 oder per E-Mail an baerbel.schierling@pz-news.de. Anmeldung hier www.klasse.pz-news.de.