Transportation of small children in the car. A boy in a red jacket sits in a car that is not equipped with a child restraint and
Die Polizei in Pforzheim hat bei einer Verkehrskontrolle in Pforzheim am Mittwoch gezielt auf die Sicherheit von Kindern im Auto geachtet. 

Kinder nicht richtig angeschnallt: Polizei in Pforzheim verteilt Anzeigen

Pforzheim. Die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer haben Beamte des Verkehrsdienstes Pforzheim am Mittwochmorgen in der Pforzheimer Südstadt in den Blick genommen – und gleich zwei Verkehrsteilnehmer wegen fehlender oder mangelhafter Sicherung des Kindes angezeigt.

Ein Kind wurde nach Angaben der Polizei gegen 7:30 Uhr ohne Sitzerhöhung und ein weiteres gegen 8:20 Uhr ohne geeignete Sitzerhöhung befördert. Mit den verantwortlichen Autofahrern wurden, um Einsicht zu wecken, verkehrserzieherische Gespräche geführt. Darüber hinaus haben die Verantwortlichen mit einer kostenpflichtigen Verwarnung zu rechnen, so die Polizei.

Die Polizei betont in ihrer Pressemitteilung: Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 Zentimeter sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn entsprechende Rückhalteeinrichtungen (Kindersitz plus Gurt) für Kinder benutzt werden.

Ein Aufprall bei 50 Stundenkilometern ohne Gurt entspricht in etwa einem Sturz aus zehn Metern auf Beton. Das Aufprallgewicht erhöht sich bei 50 Stundenkilometern kurzzeitig um das 30-fache. Demnach werde ein zirka 0,5 Kilogramm schwerer Schirm, zum Beispiel auf der „Hutablage“ im Auto, zu einem „Geschoss“ von bis zu 15 Kilogramm. Bei einem 20 Kilogramm schweren Kind entspreche dies einem „Gewicht“ von 600 Kilogramm. Die Gefahr von schweren oder tödlichen Verletzungen sei deutlich erhöht.