Wie eine große Familie: die Kinder der Caritas-Kita und die Bewohner des Albert- Stehlin-Hauses. Foto: Privat/Caritas
Pforzheim
"Kita der Zukunft": Kinder und Rentner begegnen sich bei der Caritas in Pforzheim
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Pforzheim. Die Freude des Pforzheimer Caritasdirektors Frank Johannes Lemke war groß gewesen, als er Mitte vergangenen Jahres den Bescheid des Landes in Händen hielt, dass die intergenerative und tiergestützte Naturkita der Caritas an der Wolfsbergallee als einzige Kindertagesstätte in Pforzheim und im Enzkreis die Auszeichnung „Kita der Zukunft“ erhielt. Damit verbunden war auch eine Projektförderung in Höhe von rund 250.000 Euro.

Lemkes Fazit nach fast einem Jahr: Das am 15. Juli 2021 gestartete Projekt habe mittlerweile große Fortschritte gemacht. Insbesondere der Austausch zwischen „Jung und Alt“, eines der vorrangigen Projektziele, sei nicht einfach umzusetzen gewesen, wie Fachbereichsleiter Raffael Biscardi schildert.

Corona habe doch Vieles unmöglich gemacht, denn weitreichende Verordnungen hätten zum Teil massive Beschränkungen in der Begegnung zwischen den Bewohnern des angrenzenden Altenpflegeheims Albert-Stehlin-Haus zur Folge gehabt.

„Nur gut, dass sich die Inhalte dieses Kita-Projekts in erster Linie im Freien umsetzen lassen, somit waren doch wichtige zwischenmenschliche Begegnungen möglich“, sagte Biscardi. Denn die Kinder der Naturkita und die Bewohner im Albert-Stehlin-Haus singen und spielen nicht nur zusammen, sie pflegen auch gemeinsam die Hochbeete, ernten Gemüse, Obst und Salat und verarbeiten die Lebensmittel zu einem gemeinsamen Mahl.

„So, wie das früher fast üblich war“, sagt Projektleiter Steffen Brade, der das dreiköpfige Projektteam leitet. Stolz ist man bei der Caritas auch darüber, dass alle Projektzwischenziele erreicht sind. Dazu gehört auch, einen Backofen zu installieren und in Betrieb zu nehmen. So kann jetzt auf dem Wolfsberg Brot gebacken und gleich gevespert werden. Auch rollstuhlgerechte Hochbeete wurden aufgestellt. Als nächster Höhepunkt sollen bald zwei Pferde das Gelände bereichern und den Kindern eine zusätzliche Aufgabe geben, denn auch deren Pflege und Versorgung unter Anleitung einer Pferdepflegerin ist von ihnen zu erbringen.

Doch Ende des Jahres läuft das Projekt aus, wodurch die entsprechenden Stellen entfallen. Bei der Caritas ist man deshalb in Sorge, wie alles weiter auf gutem Niveau fortgeführt werden kann. Kinder, Eltern und Mitarbeitende wollten an dem Geschaffenen festhalten, daher wirbt man um Spenden und Patenschaften.

Wer sich engagieren will, meldet sich per Mail an Frank.Lemke@Caritas-Pforzheim.de.