Viele Ideen sind durch die Bürgerbeteiligung für eine mögliche Bewerbung um eine Landesgartenschau zusammengekommen. Laura Schaier/Stadt Pforzheim
Stadt Pforzheim/Laura Schaier
Pforzheim
Landesgartenschau in Pforzheim: Bürger wünschen sich das Enzufer als Herzstück

Pforzheim. Im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat die Stadt Pforzheim beauftragt, gemeinsam mit einem geeigneten Planungsbüro ein Konzept für eine mögliche Bewerbung für eine Landesgartenschau zu erarbeiten. Mit dem Landschaftsbüro Planstatt Senner fanden daher laut Pressemitteilung seit März dieses Jahres unterschiedliche Beteiligungsformate in Pforzheim statt. „Wir haben uns dabei bewusst entschieden, sowohl eine Onlinebeteiligung als auch Beteiligungen vor Ort durchzuführen. Damit konnten wir allen Zielgruppen gleichermaßen eine Teilnahme an diesem für Pforzheim so wichtigen Projekt ermöglichen“, betont Bürgermeister Tobias Volle.

Nachdem die Beteiligungsformate vor Ort im ersten Halbjahr großen Anklang gefunden hatten, liegt nun auch die Auswertung der Online-Beteiligung vor, die Ende August ihren Abschluss fand. Dabei wird laut Stadt deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger das Enzufer als Herzstück einer möglichen Landesgartenschau in der Goldstadt favorisieren.

„Auch in unserer großen Bürgerbeteiligungsveranstaltung mit den Spaziergängen durch das Suchgebiet und allen weiteren Formaten, haben die Menschen das deutlich gemacht. Das Enzufer sollte eine wichtige Rolle, wenn nicht gar den Mittelpunkt, einer möglichen Landesgartenschau darstellen“, so Volle. Selbst die Jugend sei sich in diesem Punkt einig, so dass sich dieser Wunsch quer durch alle Altersschichten ziehe.

Das Ufer als zentraler Punkt

Das bedeute, dass man bei der Erstellung der Bewerbung genau hier anknüpfe und dem Uferbereich entlang der Enz eine zentrale Rolle zuschreibe, ergänzt Volle. Dabei taucht mehrfach der Wunsch nach einer Ufer-Renaturierung, Beschattung oder direkten Zugängen zu den Flüssen auf. Neben dem Enzufer wurden auch die Aufwertung der Innenstadt, der Stadtgarten und das Nagoldufer als wichtige Punkte für eine mögliche Bewerbung genannt.

Im Bereich Innenstadt konzentrierten sich die Vorschläge nach Angaben der Stadt hauptsächlich auf die Felder Gastronomie- und Kulturangebote. Darüber hinaus sei der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes in der Gesamtstadt häufig erwähnt worden.

„Das sind alles Themen, an denen die Verwaltung bereits arbeitet“, so Volle.

„Ihre Aufzählung zeigt uns aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass wir wissen, welche Themen unsere Bürgerinnen und Bürger beschäftigen.“

Das Thema Kultur und damit auch die Ausweitung des Angebots an kulturellen Veranstaltungen stand ebenfalls im Fokus vieler Äußerungen. Dabei gehe es den Menschen auch um eine Ausweitung der kulturellen Angebote auf die Flüsse und in die Natur. „Jetzt müssen wir es schaffen, unsere Flüsse zu den Stars der Bewerbung zu machen. Und ich bin davon überzeugt, dass wir das auch schaffen können“, so Volle.

Aus den Ortsteilen wurde ebenfalls der Wunsch laut, sich mit eigenen Themen und Projekten an einer möglichen Bewerbung zu beteiligen. Das sei nicht nur ein gutes Signal an die Verwaltung, es trage auch zur Stärkung des Wir-Gefühls in der Stadt bei. Zudem fand eine Kinder- und Jugendbeteiligung statt.