Pforzheim. Dass die Ausmalwand die östliche Bahnhofsunterführung durchaus aufwerten kann, hat Bürgermeisterin Sibylle Schüssler am Dienstagnachmittag mit Kindern der Spielkiste vom Haus der Jugend unter Beweis gestellt. Wie berichtet, war die speziell beschichtete Wand gleich in der ersten Nacht nach der Einweihung Ende August beschmiert worden.
Für Bart Dewijze, Leiter der Einrichtung des Stadtjugendrings, eine „Explosion von Expressionen“, die zwar am Ziel vorbeigegangen sei, im Grunde aber nur eines zeige: den Bedarf solcher Angebote. „Unser Job ist es, das Ganze zu lenken.“ So sei auch angedacht, mit Jugendgruppen vor Ort aktiv zu werden.


Von Bedauern bis zu Resignation und Häme: Überkritzelte Wand in Pforzheimer Unterführung löst Diskussionen aus
Kritik lässt Schüssler indes kalt: „Es war von Anfang an klar, dass die Wand ab und zu gereinigt werden muss, da hat uns nicht erst ein Stadtrat auf die Idee gebracht.“ Wie berichtet, hatte sich auch Andreas Sarow (CDU) über die Wand ausgelassen. Nikola Cabarkapa vom städtischen Grünflächen- und Tiefbauamt kontrolliert diese regelmäßig und gibt die Reinigung bei Bedarf in Auftrag. In der vergangenen Woche sei dies gar nicht nötig gewesen. Mit ein Grund könnte sein, dass die dicken Filzstifte, die nach wenigen Stunden geklaut waren, abmontiert bleiben. „Aber Familien können ja ihre eigenen mitbringen“, findet die Grafikerin Jill Wentz, die die Wand entworfen hat. Dass Kinder ihre Freude daran haben, hat die Aktion gezeigt.



