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Für Organisationschef Rüdiger Karl (rechts), das Sparkassen-Team und externer Spezialisten bleibt noch viel zu tun nach dem enormen Wasseraustritt im Sparkassenturm. Die Kundschaft merkt davon allerdings nichts. Foto: Meyer
15.02.2019

Nach dem enormen Wasserschaden in der Sparkasse: So geht es dort jetzt weiter

Pforzheim. „Die Lage ist unter Kontrolle“, sagt Stephan Günthner, Bereichsdirektor im Vorstandssekretariat der Sparkasse Pforzheim Calw. In der Nacht auf Mittwoch war aus einer Schwachstelle zwischen einer Geschirrspülmaschine und der Wasserleitung eine unbekannte Menge an Wasser mit hohem Druck aus dem 13. Stock bis hinunter in den vierten Stock des Pforzheimer Sparkassenturms gelaufen.

Für Kunde habe der Vorfall keine Folgen. Man stehe aber vor einer enormen logistischen Herausforderung, da könne man noch keine ungefähre Schadenshöhe oder ein Ende der Renovierungsmaßnahmen nennen, so Günthner.

[ Das Wasser kam mit 4 Bar - Ursache für "Land unter" im Sparkassenturm steht fest ]

Gummistiefel gehören aktuell nicht zur Dienstkleidung der Sparkassen-Mitarbeiter, aber deutlich legerer als sonst geht es in den durchnässten oberen Stockwerken schon zu. Akten und Unterlagen werden von Mitarbeitern geborgen und für den schnellen Einsatz umgelagert. Gleichzeitig muss in anderen Büros im Sparkassenareal umgestellt und zusammengerückt werden, denn die 70 bis 80 Mitarbeiter aus den Turmstockwerken acht bis zehn müssen auf jeden Fall auf noch unbestimmte Zeit in anderen Bereichen untergebracht werden. In den unteren Etagen werde die Notwendigkeit eines Umzugs noch geprüft.

Bildergalerie: Wasserschaden im Pforzheimer Sparkassenturm

Immense Schäden hat das Wasser hinterlassen. Foto: Meyer

Alle Geräte werden geprüft

Zugleich wurden alle Computer und Elektrogeräte geborgen. Sie müssen aus versicherungstechnischen Gründen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Parallel zur Bergung von Akten, Geräten und Mobiliar laufen pausenlos laut Günthner mehr als 100 Trocknungs- und Luftreinigungsgeräte einer auf die Trockenlegung von Gebäuden spezialisierten Firma aus Esslingen. Die Geräte heizen die Luft auf und entziehen ihr Feuchtigkeit, die in Behältern gesammelt wird. Bei den Teppichböden sehe man bereits „eine deutliche Verbesserung“. Aber das sei erst der Anfang. Wie lange die Trocknungsgeräte noch laufen müssen, könne niemand genau sagen. In der nächsten Woche habe man vielleicht einen genaueren Überblick auf das Ausmaß des Schadens. Betroffen sei vor allem die Turmhälfte in Richtung Schlössle-Galerie. Überall dort, wo Hohlböden und Hohldecken eingezogen wurden, habe das Wasser schnell nach unten fließen können. Wo massive Wände auf massivem Boden standen, sei das Wasser aufgehalten worden. Zum Glück, sagt Günthner, sei der Sparkassenturm unter extrem strengen Sicherheitsvorgaben gebaut worden, was Schäden bei Strom- oder EDV-Kabeln verhindert habe. So habe man der Sicherheit der um 6.39 Uhr alarmierten Feuerwehrleute und der eigenen Sparkassen-Mitarbeiter der Technischen Dienste wegen auch jedes Stockwerk partiell von der Stromversorgung nehmen sowie den Fahrstuhl individuell steuern können.