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„Es rechnet sich nicht mehr“, sagt Hansgerd Gengenbach, Vorsitzender der Stadtmission.  Foto: Meyer 

Nach mehr als 100 Jahren ist in diesem Pforzheimer Geschäft nun Schluss

Pforzheim. Es war einmal: So beginnen viele Geschichten. Und so endet manche Ära. So zum Beispiel die der Christlichen Buchhandlung: Im 101. Jahr ihres Bestehens wird ein Angehöriger der Pforzheimer Stadtmission an der Baumstraße den Schlüssel rumdrehen. Ein Nachmieter scheint bereits gefunden.

„Es rechnet sich nicht mehr“, sagt Hansgerd Gengenbach, der Vorsitzende der Stadtmission. Und das schon seit Jahren. Die Buchhandlung, auch noch ungünstig gelegen, abseits der Ströme der Laufkundschaft und am Anfang der „Gangster-Gass“ (die PZ berichtete), leide unter der generell zu beobachtenden Tendenz, dass weniger gelesen werde, sowie der massiven Konkurrenz durch das Internet, sowohl durch Amazon als auch die Verlage selbst. Doch die Stadtmission als gemeinnütziger Träger dürfe die Christliche Buchhandlung als Geschäftsbetrieb nicht mit Spenden über Wasser halten. Zum Jahresende wird der Laden geschlossen – wobei man sich dennoch mit Weihnachtsware eingedeckt habe, betont Gengenbach.

Nachmieter wird nach PZ-Informationen der pakistanische Geschäftsmann sein, der im ehemaligen Sinn-Leffers zwischen Leopoldstraße und Lammstraße ebenerdig die Fläche über dem dem City-Supermarkt von Bernhard Pischzan mit Taschen, Textilien und Lederwaren bespielt. Das Haus wird bekanntlich zum Sozialrathaus umgebaut werden.

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Olaf Lorch-Gerstenmaier

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