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Einen Geschenkkorb überreichen die Kinder eines lebensgefährlich verletzten Arbeiters an dessen Lebensretter von der Pforzheimer Feuerwehr. Foto: Feuerwehr Pforzheim
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Der Mann war bei einem Arbeitsunfall bei der A8 in Eutingen eingeklemmt worden. Foto: Feuerwehr Pforzheim
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Waldemar Meser bei seinem Abschied als Berufsfeuerwehrmann im Jahr 2010. Foto: Seibel/PZ-Archiv
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Der Brustorden der Allrussischen Freiwilligen Feuerwehr.

Nach schwerem Unfall auf A8-Baustelle: Emotionaler Dank der Kinder an die Lebensretter ihres Vaters

Pforzheim-Eutingen. Mit hydraulischen Geräten und purer Muskelkraft haben Pforzheimer Feuerwehrmänner Anfang Juni einen 42-jährigen Mitarbeiter einer Baufirma gerettet. Auf der A 8-Baustelle in Eutingen war er bei Bagger-Arbeiten zwischen einem Rohr und einer Verschalung eingeklemmt worden und wurde lebensgefährlich verletzt. „Unsere Einsatzkräfte werden diesen Einsatz an einem sehr heißen Tag nicht so schnell vergessen“, schreibt die Pforzheimer Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite.

Pforzheim

A8-Baustelle: Bauarbeiter lebensgefährlich verletzt

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Schwerer Unfall auf A8-Baustelle: Arbeiter verschüttet

Und auch die Kinder des Verletzten haben die Retter ihres Vaters nicht vergessen. Beide Jungs sind Mitglied einer Jugendfeuerwehr in Sachsen und haben Ende Juni einen Brief an die Pforzheimer Feuerwehr geschrieben. Diese lud Robin und Nico daraufhin nach Pforzheim ein. Sie und ihre Mutter nahmen die Einladung gerne an und überreichten den Wehrleuten einen Geschenkkorb. „Selbstverständlich organisierten wir einen spannenden Tag bei der Feuerwehr inklusive Besichtigung der Atemschutzübungsstrecke und Fahrt mit der Drehleiter“, schreibt die Feuerwehr auf Facebook. Dem Papa gehe es nach vielen Operationen zwischenzeitlich besser. Er werde aber immer noch in einer Klinik behandelt.

„Für die nachhaltige Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr und für die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Brandschutzes“ erhielten der Kommandant der Gesamtfeuerwehr und Leiter des Amts Feuerwehr und Katastrophenschutz, Sebastian Fischer, und der pensionierte Berufsfeuerwehrmann Waldemar Meser den Verdienst-Brustorden der Allrussischen Freiwilligen Feuerwehr. So hatte es der Zentralrat in Moskau beschlossen – ebenso wie eine Medaille für Ralf Kreutel, Leiter der Wachabteilung Würm, für die Öffentlichkeitsarbeit. Meser und Kreutel gehörten jüngst zu einer Pforzheimer Delegation – an ihrer Spitze die stellvertretende Kommandantin Sonja Störzbach –, die die Kollegen in der sibirischen Partnerstadt Irkutsk besuchten.

Für Meser sind Irkutsk-Besuche immer eine Reise zurück zu den Wurzeln: Dort wurde er geboren, ging zur Schule und war während seiner Ausbildung der erste russlanddeutsche Offizier der Irkutsker Feuerwehr. In den 1970er-Jahren übersiedelte er nach Deutschland, lebt auf dem Haidach und ist Vorsitzender der Elterninitiative Buckenberg-Haidach und Hagenschieß. Er fasste schnell Fuß in der neuen Heimat – dank seines Arbeitsplatzes, den ihm der frühere Kommandant der Feuerwehr, Wolfgang Haag, verschaffte. Auch der Vorsitzende des Irkutsker Rats der Allrussischen Freiwilligen Feuerwehr, Alexej Wlasjuk erhält wie Kreutel eine Medaille des Zentralrats. Und der bat in dem Erlass über die Auszeichnung darum, „sicherzustellen, dass die genannten Auszeichnungen in einer festlichen Atmosphäre verliehen werden“ – was auch am 5. Juli während des Empfangs beim stellvertretenden Gebietsgouverneur Wladimir Dorofeew geschah.

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmeier

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