Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie
Der Jugendgemeinderat appelliert an Peter Boch, in diesem Jahr eine Regenbogenflagge hissen zu lassen.
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Pforzheim
Offener Brief an Oberbürgermeister Peter Boch: Teil des Jugendgemeinderats fordert Regenbogenflagge am Rathaus

Pforzheim. Teile des Jugendgemeinderats (JGR) richten sich anlässlich des Christopher Street Days in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Peter Boch. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen bitte man Boch, seine Entscheidung, keine Regenbogenflagge vor dem Rathaus zu hissen, noch einmal zu überdenken, heißt es in dem Schreiben. Obwohl der JGR jüngst selbst gegen die Beflaggung gestimmt hat. 

Queere Menschen würden weiterhin Diskriminierung und Gewalt erleben. Die Zahl der Straftaten gegen LSBTIQ*-Personen sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, während viele Vorfälle gar nicht erst angezeigt würden. Gerade deshalb sei es wichtig, dass Städte sichtbar Haltung zeigten.

Auf Bundesebene werde nun ein solches Zeichen gesetzt: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner lässt die Regenbogenfahne am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, am Bundestag hissen.

„Ein Hissen der Regenbogenfahne am 17. Mai und zum Christopher Street Day in Pforzheim wäre ein klares und zugleich maßvolles Signal der Solidarität“,

so der JGR.

Boch solle ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und die Unantastbarkeit der Menschenwürde setzen.

In der JGR-Sitzung am 30. April hatte der Antrag auf Beflaggung des Rathauses mit der Regenbogenflagge zum Internationalen Gedenktag gegen Homo- und Transsexuellenfeindlichkeit (International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia) und Christopher Street Day Pforzheim keine Mehrheit gefunden und wurde abgelehnt.