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Das offizielle Siegerfoto: Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie Jury-Vorsitzende Heike Groll freuen sich mit Isabel Ruf und Simon Walter.  Foto: KAS/Urban 

PZ-news belegt Platz zwei bei Lokaljournalistenpreis: Isabel Ruf und Simon Walter in Chemnitz prämiert

Chemnitz/Pforzheim. Es war eine Katastrophe, die im historischen Gedächtnis der Region für immer verankert sein wird. Als am 10. Juli 1968 der Tornado von Westen kommend über Pforzheim fegte, hinterließ er eine Spur der Verwüstung. Zwei Menschen starben, 300 wurden verletzt und 3000 Häuser zerstört. In dem Crossmedia-Projekt „50 Jahre Tornado“ der PZ wurde dieses dramatische Ereignis noch einmal lebendig – mit einer Zeitungsserie, einer Multimedia-Reportage inklusive Zeitzeugen-Videos, Snapchat- und Instagram-Beiträgen sowie einer Podiumsdiskussion im PZ-Forum. Betreut haben es – und dies mit großem Erfolg – die frühere PZ-Redakteurin Isabel Ruf und Simon Walter, Leiter Digitales. Beide durften sich am Donnerstagabend bei der Verleihung des Konrad-Adenauer-Preises in Chemnitz die Auszeichnung für den zweiten Platz abholen.

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Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D. und Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, sprach bei der Preisverleihung vom „bedeutendsten Lokaljournalistenpreis Deutschlands“, für den es rund 390 Bewerbungen gegeben habe. Auf Platz eins landete das Dialog-Format „Chemnitz diskutiert“ der Freien Presse. 50 Beiträge, die aus der Masse der Einreichungen herausragen, stellt die Jury in ihrem Sammelband „Rezepte für die Redaktion – Deutscher Lokaljournalistenpreis 2018“ vor. Darin findet sich auch ein zweites PZ-Projekt: Die Serie „Mehr Respekt, bitte!“, an der neben Ruf die PZ-Redakteurinnen Nina Tschan und Julia Wessinger beteiligt waren.

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Auf Platz zwei landeten Isabel Ruf und Simon Walter beim Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Foto: Privat

"Journalisten vereinen Zeitzeugenberichte und Expertenwissen"

Moderatorin und Journalistin Astrid Csuraji stellte besonders die Leistung heraus, mit der Tornado-Berichterstattung alle Generationen angesprochen zu haben. Jury-Vorsitzende Heike Groll, leitende Redakteurin in der Chefredaktion der Magdeburger Volksstimme, erklärte: „Die Journalisten vereinen Zeitzeugenberichte und Expertenwissen, sie schlagen Brücken vom historischen Geschehen zur Gegenwart, und sie verbinden textliche, optische und audiovisuelle Mittel zu einem Gesamtpaket.“ Groll hob darüber hinaus hervor, wie wichtig es sei, in den Redaktionen die notwendigen Ressourcen für Qualitätsjournalismus zur Verfügung zu stellen.

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Pforzheim

Tornado-Reportage beschert PZ-news Platz zwei beim Konrad-Adenauer-Preis

Isabel Ruf freute die Auszeichnung und das Lob vor allem deshalb, „weil dieses Projekt kaum hätte näher am Leser sein können. Ohne unsere Leser wären die Reportage, die Print-Serie und die Podiumsveranstaltung nie möglich gewesen. Aus diesem Grund möchten wir auch noch einmal herzlich ‚Danke‘ sagen für die zahlreichen eingeschickten Fotos und Videos und natürlich den vier Protagonisten, dass sie ihre Erinnerungen an jenen unvergessenen 10. Juli 1968 mit uns geteilt haben.“ Und Simon Walter ergänzte: „Danke aber auch an das Medienhaus sowie unsere Kollegen bei PZ-news. Sie haben uns in den Monaten der Recherche und Produktion zum einen mit Ideen und Kritik unterstützt – und zugleich viel Mehrarbeit geleistet, damit wir die Zeit hatten, um dieses Projekt zu verwirklichen.“ Auch im vergangenen Jahr hatte die „Pforzheimer Zeitung“ den zweiten Platz beim wichtigsten Lokaljournalistenpreis Deutschlands errungen.

Simon Walter

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Magnus Schlecht

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