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Rätsel um Kopfverletzung: Aus Kondolenzbesuch entwickelt sich Streit

Pforzheim. Wer hat zugeschlagen? Und mit was? Und warum? Diese Fragen bleiben nach einer möglichen gefährlichen Körperverletzung am Pfingstsonntag kurz nach Mitternacht in der Pforzheimer Nordstadt weiter offen, auch wenn die Namen der Beteiligten bekannt sind.

Fest steht bislang: Nach dem natürlichen Tod eines 39 Jahre alten Mannes in einer Wohnung in der Nähe der Ebersteinstraße hatten fünf Männer, allesamt Deutsche mit Wurzeln in den GUS-Staaten, der Witwe Beistand leisten wollen. Als diese die Männer aus dem Haus bat, muss es wohl auf der Ebersteinstraße zu einem Streit gekommen sein.

Die Ursache des in einer körperlichen Auseinandersetzung endenden Streits ist aber noch unbekannt. Unklar ist auch, wer so heftig zuschlug, dass ein 42-Jähriger so schwere Kopfverletzungen davontrug, dass die Ärzte später Lebensgefahr nicht ausschließen wollten. Es könnte aber auch möglicherweise ein unglücklicher Sturz als Grund für die Verletzung in Frage kommen. Das muss noch ermittelt werden. Ob eventuell ein hoher Alkoholkonsum der Beteiligten eine Rolle in dem nebulösen Fall spielt, war noch nicht zu erfahren.

Trotz seiner sehr schweren Verletzungen konnte sich der Mann gegen 3 Uhr zur Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin im Bereich Weststadt/Brötzingen schleppen. Die Frau verständigte schließlich Polizei und Rettungsdienste.

Das Kriminalkommissariat Pforzheim hat die weiteren Ermittlungen zur Erforschung des genauen Tatgeschehens wie auch zu den noch unklaren Hintergründen aufgenommen. Die Polizei bittet Zeugen, die möglicherweise im Bereich der Ebersteinstraße entsprechende Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter Telefon (0721) 939-5555 beim Kriminaldauerdienst Karlsruhe zu melden.

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