Pforzheim. Zwei Euro pro verkaufter Flasche gehen wieder an „Menschen in Not“. Geschmacklich hat Christian Häußermann seine „Rote Glut“ verändert.
Die „Rote Glut“ ist wieder da und sie schmeckt in diesem Jahr etwas anders. Christian Häußermann hat den Glühwein seines Weinguts in Sternenfels-Diefenbach neu abgestimmt. „Ein bisschen geschmeidiger“ sei er geworden, sagt der Winzer. „Wir haben ihn etwas süßer gemacht, aber er soll immer noch nicht zu süß sein.“
Der Grund dafür sind Rückmeldungen von Kunden. Vielen habe der vergleichsweise trockene Stil gefallen, anderen sei der Glühwein etwas zu herb gewesen. „Gerade auf Weihnachtsmärkten habe ich gemerkt, dass es manchen doch ein bisschen zu trocken war“, sagt Häußermann. Ganz von seinem bisherigen Stil abrücken will er trotzdem nicht. Wer es süßer mag, könne selbst nachhelfen.
„Ein Glühwein ist nichts anderes als ein Tee. Wer ihn süßer will, kann einen Löffel Zucker oder Honig dazugeben. Das ist keine Schande und keine Sünde.“
Grundlage der diesjährigen „Roten Glut“ ist eine Cuvée aus Lemberger und Schwarzriesling. Ziel sei es, möglichst viele Geschmäcker zu treffen. „Die einen mögen ihn genau so, wie er aus der Flasche kommt. Die anderen können noch ein bisschen nachjustieren.“


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Unverändert bleibt die Spendenaktion. Von jeder verkauften Flasche gehen erneut zwei Euro an „Menschen in Not“. „Das bleibt so“, sagt Häußermann. In der vergangenen Saison kamen auf diese Weise 4100 Euro zusammen.
Auch der Verkaufspreis soll in diesem Jahr noch einmal stabil bleiben. „Der Preis bleibt auch noch einmal, auch wenn es weh tut“, sagt der Winzer. Die Kosten seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. „Dieses Jahr machen wir es noch einmal so. Danach müssen wir einfach schauen.“
Dann könnte sich auch bei der Farbe etwas ändern. Nach mehreren Jahren mit der „Roten Glut“ kann sich Häußermann vorstellen, im kommenden Jahr eine andere Variante anzubieten. Im Gespräch fällt die Idee einer „Goldenen Glut“ auf Weißweinbasis. „Ich glaube, nächstes Jahr wird es dann Zeit“, sagt Häußermann. Festgelegt sei das aber noch nicht.


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Zunächst kommt noch einmal die rote Variante in den Handel. Die ersten Flaschen werden in diesen Tagen ausgeliefert. Außerdem gibt es die „Rote Glut“ bei mehreren Veranstaltungen in der Region sowie bei der Sammelaktion für „Menschen in Not“ am 28. November.
Die Weinlese 2026 ist auf dem Weingut inzwischen ebenfalls abgeschlossen. Mit der Qualität ist Häußermann sehr zufrieden. „Wir hatten tolle Trauben, richtig schöne, reife und gesunde Früchte.“ Bei der Menge sieht es allerdings anders aus. Wegen der Trockenheit sei die Ernte deutlich kleiner ausgefallen. „Wir sind nur bei ungefähr 60 Prozent einer normalen Ernte. Die Qualität ist spitze, aber die Ausbeute ist gering.“


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