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Nicht nur Übeltäter mussten von der Polizei gebändigt werden, auch Schaulustige wurden zurückgedrängt.

Schlägerei vor der Schlössle-Galerie: über 40 Platzverweise, drei Festnahmen

Pforzheim. Am Tag nach dem Großeinsatz der Polizei vor der Schlössle-Galerie veröffentlichen die Beamten Details zu der Schlägerei und ihren Folgen. Über 40 Platzverweise wurden demnach erteilt.

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Polizei verhindert Massenschlägerei am Leo

Insgesamt 15 Streifenwagen verschiedener Polizeireviere rasten am Mittwochabend in die Pforzheimer Innenstadt, nachdem gegen 18.40 Uhr die Meldung einging, dass sich im Bereich der Westlichen Karl-Friedrich-Straße und der Museumstraße rund 20 Personen schlagen würden.

Die ersten vor Ort erscheinenden Streifenwagenbesatzungen konnten trotz einiger geflüchteter Personen noch mehrere Gruppen junger Männer mit Migrationshintergrund antreffen. "Insgesamt war eine unfriedliche, aggressive Grundstimmung gegenüber der Polizei festzustellen", heißt es in der Mitteilung. Nach erstem Einschreiten und einzelner Handgemenge forderten die Beamten weitere Kräfte zur Verstärkung an.

Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen nahmen die Beamten zwei leicht verletzte, 18 Jahre alte Syrer als Beteiligte einer handgreiflichen Auseinandersetzung vorläufig fest. Eine genauere Aufklärung der Hintergründe sei allerdings aufgrund des unkooperativen Verhaltens gegenüber den einschreitenden Polizisten bisher nicht möglich gewesen, heißt es.

Bei der Kontrolle einer der Personengruppen wollte sich ein 21-jähriger Syrer entfernen, der bereits mit einem Platzverweis belegt war. Er wurde in Gewahrsam genommen. Die beiden festgenommenen 18-jährigen Syrer kamen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

Während des Einsatzes in der Museumsstraße wurde ein 19-jähriger Deutscher aus einer der Personengruppen von einem eingesetzten Diensthund am linken Arm gebissen und leicht verletzt. Es ist noch nicht klar, ob er einer der Unruhestifter oder ein  Darüber hinaus wurden über 100 Passanten auf das Geschehen aufmerksam und beobachteten die Situation.

Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, war die Polizei im Innenstadtgebiet noch bis 21.30 Uhr stark präsent. Teils mussten weitere Platzverweise ausgesprochen werden.

Von insgesamt 40 männlichen Personen im Alter von 15 bis 31 Jahren konnten die Personalien festgestellt werden. Überwiegend stammten die Beteiligten aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Sie erhielten allesamt einen Platzverweis.

Die weiteren Ermittlungen hat der Bezirksdienst des Polizeireviers Pforzheim Nord übernommen. Die Polizei sucht zur Klärung der Hintergründe und Geschehnisse Zeugen, die gebeten werden, sich unter (07231) 186-3211 zu melden. Wer vor Ort war und helfen kann, wird dringend gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Mehr Auseinandersetzungen, wenn es wärmer wird?

Laut Polizeisprecher Frank Otruba sei es "durchaus denkbar", dass sich mehr Menschen in der Pforzheimer Fußgängerzone aufhalten, wenn die Temperaturen im Frühling steigen – allerdings könnte es dadurch sogar weniger Straftaten geben, da so auch mehr Augenzeugen vor Ort sind.

Der Entwicklung werde die Polizei dennoch mit erhöhten Präsenzmaßnahmen entgegenwirken. Wie die Beamten konkret reagieren wollen, sei noch nicht klar. Otruba verweist auf interne Absprachen, die diesbezüglich gerade laufen würden. "Dabei berücksichtigen wir natürlich, was in der Vergangenheit passiert ist", so der Polizeisprecher. Was bereits jetzt feststeht: Vermehrt werden auch Polizeibeamte in zivil unterwegs sein. Das sei hilfreich bei der Aufklärung von Straftaten und die Polizei könnte so schneller eingreifen. "Man sieht es ja am gestrigen Beispiel: Sobald die Streifenwagen zu hören oder sehen sind, hauen viele ab", erklärt Otruba. Dem wolle man zuvorkommen. 

Wie die Stadtverwaltung reagiert, lesen Sie am Freitag, 8. März in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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