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Auch am Montag hat die Polizei beim Musikpark ermittelt. © Seibel
03.01.2011

Schüsse auf Musikpark stammen aus Maschinenpistole

PFORZHEIM. Die Schüsse auf die Diskothek „Musikpark“ in der Pforzheimer Innenstadt stammen offenbar aus einer Maschinenpistole des Herstellers Scorpion oder eines baugleichen Typs. Das gab der Pforzheimer Oberstaatsanwalt Christoph Reichert am Montagnachmittag bekannt. Die verwendete Waffe zeige, wie gefährlich der Vorfall gewesen sei und dass er vermutlich einen ernstzunehmenden Hintergrund habe.

Bildergalerie: Polizeiermittlungen nach Schüssen auf Musikpark

Bei der Suche nach dem Motiv und den Tätern tappe man aber noch im Dunkeln, obwohl das Tatauto mit einem Handy gefilmt wurde. Während die Polizei nicht mehr an eine in der Tatnacht vernommene Clique als mögliche Täter glaubt, hält Sven T. (voller Name auf eigenen Wunsch nicht genannt), der Betriebsleiter des „Musikpark“, nach wie vor die Auseinandersetzung des Disco-Personals mit zwei Gästen für den Auslöser der Schüsse auf seine Diskothek. Die beiden hätten offenbar gegen drei Uhr eine Besucherin angesprochen, die das nicht gewollt habe, berichtet T der PZ. Daraufhin sei das Personal eingeschritten. Die beiden Gäste hätten dies mit Aggressionen quittiert. Deshalb sei der Sicherheitsdienst hinzugezogen worden. Auch er selbst, sagt der Betriebsleiter, habe die zwei Männer angesprochen und zu beruhigen versucht. Die Antwort: Scbimpfworte. Es habe sich um zwei kräftige Typen, offenkundig Deutsche, gehandelt. „Trainiert – oder voll auf Testosteron“, sagt T. „Es hat eine halbe Stunde gedauert, bis sie an der Ausgangstür waren.“ Die beiden hätten zu einer etwa zehnköpfigen Clique gehört, die einen 18. Geburtstag feierte. Pikanterweise laut T.den der Freundin von einem der zwei Unruhestifter. Um 3.30 Uhr sei die Clique dann vor die Tür gesetzt worden. „Sie haben gedroht: Wir kommen wieder“, berichtet T.

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