Voraussichtlich ab Freitag können die Gäste in der SP6-Strandbar auf dem Pforzheimer Sparkassen-Parkhaus wieder ein bisschen Urlaubs-Feeling genießen.
Türschmann
Pforzheim
Sommer, Sonne, Strandbar: SP6 auf dem Sparkassen-Parkhaus sorgt wieder für Urlaubs-Feeling in Pforzheim

Pforzheim. Unten in der Stadt pulsiert schon wieder das Leben, hoch oben über Pforzheim ist es noch ruhig. Seit Mittwoch darf auch in der Goldstadt die Gastronomie nach Monaten der Ungewissheit endlich wieder öffnen. Doch während vielerorts bereits wieder Speisen und Getränke serviert werden, nimmt man sich in der SP6 Strandbar lieber noch ein paar Tage mehr Zeit.

"Wir wissen, dass wir theoretisch ab heute wieder aufmachen dürfen. Aber wir wollten uns einfach die nötige Zeit für die Vorbereitungen nehmen", erklärt Giuseppe Schembri, der die Strandbar auf dem Sparkassen-Parkhaus gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Vincenzo Bottazzo als Inhaber und Geschäftsführer führt, am Mittwoch.

"Wir freuen uns natürlich wie alle in der Branche tierisch, endlich wieder öffnen zu dürfen. Es hat jetzt auch lange genug gedauert."

Giuseppe Schembri, Inhaber und Geschäftsführer der SP6 Strandbar

Lange warten müssen die Gäste aber nicht mehr. Sofern das Wetter mitspielt, sollen im SP6 ab Freitag, 4. Juni, wieder Pizza, Flammkuchen und kühle Cocktails serviert werden. Bis zu 400 Sitzplätze stehen dafür unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln zur Verfügung, einzig auf Stehtische wolle man zumindest zu Beginn noch verzichten. Ansonsten gelten - wie auch in allen anderen Gastrobetrieben - die in der aktuellen Corona-Verordnung festgelegten Regelungen. 

Blick auf das vergangene Jahr macht Hoffnung

Dabei hatten die Strandbarbesitzer noch verhältnismäßig Glück im Unglück. Denn als Open-Air-Lokal war das SP6 in den Winter- und Frühlingsmonaten ohnehin zu, der coronabedingte Ausfall hielt sich dementsprechend noch in Grenzen.

"Wir haben saisonal geschlossen und nun den Winter einfach verlängert. Wenn auch etwas zu lange nach unserem Geschmack", sagt Schembri, der auch nicht befürchtet, dass die Zahlen in naher Zukunft wieder drastisch ansteigen und die Gastronomie dann wieder schließen muss.

Giuseppe Schembri (r.) und der Sohn seines Geschäftspartners Vincenzo Bottazzo freuen sich schon, wenn es endlich wieder los geht.
Türschmann

Hoffnung mache ihm vor allem der Blick auf das vergangene Jahr, in dem sich die Lage über die Sommermonate hinweg entspannt hatte. Ein Auf und Zu wäre hingegen "eine Katastrophe" und "ein "teurer Spaß".

Unverständnis über frühen Feierabend

Dennoch geht man über der Stadt auf dem Parkhaus-Dach auf Risiko und startet den Betrieb direkt mit der vollen Karten. Viele andere Gastronome bieten dagegen zu Beginn nur eine verkleinerte Auswahl an, um erst einmal zu sehen, wie alles anläuft und im Falle einer Schließung nicht zu viele Lebensmittel wegschmeißen zu müssen. 

"Wir haben unsere Speise- und Getränkekarte überarbeitet. Da gibt es ein paar Neuheiten, ein bisschen was Frisches. Wir haben den Fokus mehr auf vegetarische Speisen gelegt und hoffen, dass wir damit den Nerv unserer Gäste treffen", kündigt Schembri an. Auf technische Neuerungen habe man hingegen verzichtet.

Doch trotz aller der Vorfreude auf die Wiedereröffnung und die Rückkehr zu zumindest ein klein wenig Normalität schwingt bei ihm auch Unverständnis mit: "Manche Bestandteile der Verordnung wirken auf mich willkürlich und erschließen sich mir nicht ganz."

Insbesondere, dass Gastrobetriebe nur bis 21 Uhr geöffnet haben dürfen, kann er nicht nachvollziehen. "Dann treffen sich die Leute eben im Auto, Hobbykeller oder auf einer Wiese. Da kann man das Ganze doch viel weniger kontrollieren", gibt er zu bedenken.