Pforzheim. Die CDU-Gemeinderatsfraktion hat einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt. Demnach soll geprüft werden, ob und in welchem Umfang das ausgewiesene Vorranggebiet für Windenergieanlagen zwischen Hohenwart und Huchenfeld Auswirkungen auf die in räumlicher Nähe befindliche Quelle der Stadtwerke Pforzheim (SWP) sowie auf die Trinkwasserversorgung haben könnte.
Insbesondere soll untersucht werden, ob in diesem Bereich durch Bau, Betrieb oder Wartung von Windkraftanlagen Beeinträchtigungen für die Wasserqualität, die Quell-schüttung oder das hydrogeologische Gleichgewicht entstehen könnten.


Acht neue Trinkwasserbrunnen für Pforzheim geplant: Das hat seinen Preis
Für den Fall, dass auch nur geringe Risiken oder Unsicherheiten hinsichtlich einer Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung bestünden, wird die Stadtverwaltung aufgefordert sicherzustellen, dass auf städtischen Flächen in diesem Bereich keine Windkraftanlagen errichtet werden können. Der Gemeinderat soll laut Antrag über die Ergebnisse der Prüfung zeitnah informiert werden. Die Sicherstellung einer einwandfreien Trinkwasserversorgung gehört laut CDU zu den zentralen Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge und hat höchste Priorität. „Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und seine nachhaltige Verfügbarkeit darf durch konkurrierende Nutzungen nicht gefährdet werden.“
Das ausgewiesene Vorranggebiet für Windenergie zwischen Hohenwart und Huchenfeld sei grundsätzlich im Kontext der Energiewende zu sehen und ein wichtiger Baustein für den Ausbau erneuerbarer Energien. Gleichzeitig dürfe dieser Ausbau jedoch nicht zu Lasten sensibler Infrastrukturen erfolgen.


Mönsheimer Geobiologe spürt Wasser mit der Wünschelrute auf


Wasser wird immer knapper: Wie Gemeinden in der Region damit umgehen



