Pforzheim. Bei der Wahl am 26. September 2021 wurde sie über die Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag gewählt und arbeitet seitdem als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Soziales und Arbeit. Nun will es Stephanie Aeffner (48) erneut versuchen.
Am kommenden Freitag, 20. September, wird sie als bisher einzige Kandidatin bei der Nominierungsversammlung im Lehrsaal des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Carl-Hölzle-Straße 1 in Pforzheim antreten. Beginn ist um 19 Uhr. Dazu lädt der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Pforzheim und Enzkreis ein; der Wahlkreis, den die Abgeordnete in Berlin vertritt.


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Bereits bei der vergangenen Bundestagswahl war Aeffner als Direktkandidatin nominiert worden. Das könnte nun wieder der Fall sein. Aeffner gibt sich kämpferisch und optimistisch. „Nach zwei Wahlperioden ist es dem Kreisverband und mir 2021 gelungen, dass Pforzheim und der Enzkreis wieder mit einer grünen Stimme in Berlin vertreten sind.“


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Und weiter: „Neben meiner fachlichen Arbeit in Berlin als Sozialpolitikerin konnte ich auch für die Region einiges erreichen.“ So sei zum Beispiel mit dem Gesetz der grünen Familienministerin Lisa Paus gegen Gehsteigbelästigung eine Lösung für die schwierige Situation bei den Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstellen gerade auch in der Region gelungen.


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In einer politisch schwierigen Stimmungslage, so Aeffner, möchte sie „diese Arbeit für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und ein Europa mit Frieden und Wohlstand fortsetzen“. Gerade in Baden-Württemberg mit seinen engen Verbindungen zu Frankreich sei die „grüne Stimme für europäische und rechtsstaatliche Lösungen statt nationaler Alleingänge so wichtig wie noch nie“.


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Sie hoffe nun sehr auf eine breite Unterstützung durch die Mitglieder, um die Region in Berlin weiter „mit einer starken Stimme“ zu vertreten. Leicht wird das nicht bei der nächsten Bundestagswahl, die am 28. September 2025 über die Bühne gehen wird. Aktuell liegt Bündnis 90/Die Grünen bundesweit laut INSA in den Umfragewerten bei zehn Prozent. Im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl ist das ein Minus von 4,7 Prozent (2021: 14,7 Prozent).

