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Nicht unwidersprochen stehen lassen wollen Bernard Olujic und Wolfgang Daum (Betriebs GmbH) im Gespräch mit PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer und Chefredakteur Magnus Schlecht (von rechts) die Vorwürfe des Golfclubs Pforzheim Karlshäuser Hof.  Foto: Meyer 

Streit im Golfclub - Wolfgang Daum: „Werden gnadenlos zurückschlagen“

Pforzheim. Vielleicht ist das Tischtuch als solches nicht zerschnitten zwischen dem Golfclub Pforzheim Karlshäuser Hof und der Golfplatz Karlshäuser Hof Betriebs-GmbH – aber so verfahren, wie die Situation ist, stehen die Zeichen auf Sturm wie nie. Zur Erinnerung: Die frühere Vize-Präsidentin Hannelore Zachmann – seit vier Jahren Chefin des Golfclubs und Nachfolgerin von Wolfgang Daum – hatte mit ihrem Vorgänger bei der Hauptversammlung in der Kirnbachhalle vor drei Wochen abgerechnet. Nun holen Daum und sein Vertrauter Bernard Olujic, Co-Geschäftsführer der GmbH, zum verbalen Gegenschlag, zur Verteidigung auf Sachebene aus.

Sie verkünden im Gespräch mit der PZ das vorzeitige Ende der von Clubmitglied Joachim Becker (Rechtsanwalt, Ex-OB und Ex-Gegenkandidat von Daum) vorgeschlagenen, auf sechs Wochen terminierten Sondierungsfrist, binnen derer man sich über einen wesentlichen strittigen Paragrafen einigen könne: Die Anwälte beider Seiten werden nun das Wort haben – und ein Zivilgericht.

Bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung hatte sich abgezeichnet, dass mit harten Bandagen gekämpft werden würde: Eine E-Mail Zachmanns an die Mitglieder, wonach die Pacht, die der Club an die GmbH entrichten muss, unverhältnismäßig hoch sei und ein von Daum 2010 konstruierter Pachtvertrag der GmbH nur Nutzen (also Einnahmen) bringe und dem Club nur Unkosten (für Instandhaltung und Reparaturen) aufbürde, konterten die Geschäftsführer in einer Rundmail als „Halbwahrheiten“, „Unwahrheiten“ und „Stimmungsmache“. Daum: „Wir werden gnadenlos zurückschlagen.“

Er und Olujic wiederholen im Gespräch die Vorwürfe, werfen dem Club-Vorstand vor, für eine „Massenflucht“ von Mitgliedern verantwortlich zu sein (20 Prozent seit Daums Abgang 2014) – und nun suche Zachmann Schuldige, „weil sie gescheitert ist“, so Daum. Der ehemals mächtige, dann entmachtete Präsident sieht in der Rückschau „blühende Landschaften“, die er geschaffen habe, und zitiert mehrfach das Schreiben der GmbH-Anwälte, wonach es „wenige Pachtverträge geben dürfte, bei denen ein derart geballter Sachverstand über die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu befinden hatte“.

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