Pforzheim. Laut Pressestelle der Stadtverwaltung liegt die Eingangsbestätigung des Städtetags vor, über den das Antragsverfahren läuft. Sprich: Das Sozialministerium des Landes kann nun darüber befinden, ob Pforzheim Modellkommune werden soll. Wie berichtet, will das Rathaus auf Initiative von OB Peter Boch erreichen, dass im CongressCentrum unter besonderen Auflagen und mit wissenschaftlicher Begleitung Veranstaltungen mit bis zu 400 Gästen möglich sind.
Der Jugendgemeinderat (JGR) begrüßt diese Bewerbung. "Mit dem Hintergrund des Impffortschritts sollten Großveranstaltungen und Tagungen mit einem vollumfänglichen Hygienekonzept wieder ermöglicht werden", wird der Präsidiumsvorsitzende Paul Jenisch in einer Mitteilung zitiert.
Der JGR sei sich bewusst, dass Präsenzveranstaltungen mit vielen Personen ein Risiko bergen. Jedoch könne dieses mit Maßnahmen wie einer detaillierten Teststrategie sowie einer App zur Kontaktnachverfolgung minimiert werden.
Projekt als Vorbild für künftige Veranstaltungen
Das Projekt müsse ein Vorbild für die Organisation und Umsetzung von künftigen Veranstaltungen sein, denn Hygienekonzepte und eine enge Abstimmung mit dem Gesundheitsamt würden in den nächsten Monaten nötig sein, um Veranstaltungen risikoarm und verantwortungsbewusst durchführen zu können.
"Der geplante Schritt kann auch Pforzheims schlechtem Image in der Pandemie helfen. Denn aufgrund hoher Inzidenzwerte war Pforzheims Jugend überdurchschnittlich häufig eingeschränkt. Ein – wenn auch nur kleines – Licht am Ende des Tunnels mit einem Modell-Projekt, welches für Fortschritt steht, hat diese sich allemal verdient", betont Präsidiumsmitglied Leon Meyer.
Des Weiteren müsse es auch für kleinere Kulturschaffende wieder zeitnah möglich sein, Veranstaltungen und Tagungen zu initiieren. Darunter fielen vor allem viele Veranstaltungen für Jugendliche, die nun schon seit mehr als eineinhalb Jahren nicht stattfinden konnten.



