Pforzheim. Das bei der Verleihung des Pforzheimer Friedenspreises an Düzen Tekkal am 20. Februar vorgesehene Video-Grußwort des Grünen-Politikers Cem Özdemir ist von den Veranstaltern und Özdemirs Büro einvernehmlich aus dem Programm genommen worden.
Damit reagiere man darauf, dass die Bundestagswahl nunmehr drei Tage nach der Preisverleihung anstatt im Herbst stattfindet, wie Gerhard Baral als Sprecher der Friedenspreis-Organisatoren mitteilt. Özdemir habe als Freund Tekkals auf deren Wunsch hin sprechen sollen. Die Laudatio hält wie geplant der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Michael Blume, weitere Reden kommen von Baral und Jury-Mitglied Paula Moj.


Freundliche Diskussion ums heiße Eisen Friedenspreis im Pforzheimer Kulturausschuss
Nach der Absage des Özdemir-Grußworts haben der Pforzheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum und der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Ulrich Rülke ihren zuvor abgelehnten Besuch der Feier in einer Pressemitteilung zugesagt, was Baral begrüßt. Die beiden hatten – noch vor der Vorverlegung der Bundestagswahl – kritisiert, dass Özdemir als grüner Spitzenkandidaten der Landtagswahl 2026 ein Podium erhalte.



