Justizia
Die Stadtwerke Pforzheim sind abermals gegen Betrüger gerichtlich vorgegangen.
David-Wolfgang Ebener/dpa
Pforzheim
Verträge neu abgeschlossen: Pforzheimer Stadtwerke klagen erneut erfolgreich gegen Betrüger
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Pforzheim. Erneut hat ein Betrüger Verträge im Namen von Pforzheimern bei anderen Energieversorgern abgeschlossen und die gültigen Verträge bei den Stadtwerken Pforzheim gekündigt. Ebenfalls erneut haben die Stadtwerke den Vertriebler verklagt und waren vor Gericht erfolgreich. Dies teilen die SWP am Donnerstag in einer Pressemeldung mit. 

Der Mann aus Nordrhein-Westfalen habe sich auf den Weg nach Pforzheim gemacht, bei den Betrugsopfern geklingelt und sich unter dem Vorwand, ein Zählerwechsel stünde bevor, Zutritt zum Zähler verschafft, um sich die Zählernummer zu notieren. Außerdem habe er gesagt, er müsse noch einen Blick auf die Abrechnung werfen. Zu guter Letzt habe er zusätzlich die Unterschriften der beiden Pforzheimer gefälscht.

Als die Geschädigten Post vom neuen Anbieter bekamen, wurden sie stutzig und wandten sich lau der Mitteilung an die Stadtwerke Pforzheim. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kundencentrum sei der Sachverhalt recht schnell klar gewesen und so hätten die entsprechenden juristischen Schritte eingeleitet werden können.

Das Landgericht Karlsruhe habe nun entschieden, dass der Betrüger nicht nur außergerichtliche Abmahnkosten begleichen müsse, sondern im Wiederholungsfall ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro fällig werde. Somit hat der Vertriebler für den Betrug Kosten in vierstelliger Höhe und eine Androhung einer Strafe von bis zu einer Viertelmillion Euro erhalten.

So können sich SWP-Kunden schützen

Wie die SWP mitteilen, sollten Kunden misstrauisch werden, wenn ein Vertreter an der Haustüre laufende Verträge oder Rechnungen einsehen oder sogar abfotografieren möchte. SWP-Mitarbeiter kennen die Daten der Kunden und würden diese niemals vor Ort abfragen. Die SWP warnen ausdrücklich auch vor Betrugsmaschen über das Telefon und rufen die Kunden dazu auf, niemals persönliche Daten wie Adresse, Bankverbindung oder Zählernummer am Telefon preiszugeben.

Falls Kunden ein Angebot vorliegen oder sogar bereits einen neuen Vertrag unterschrieben haben, können sie sich an die SWP wenden und die Angebote vergleichen. Generell freuen sich die Stadtwerke Pforzheim über Hinweise zu solchen Haustürvertretern. Denn nur so können sie juristische Schritte einleiten, falls dies nötig werden sollte.