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Am Pforzheimer Hauptbahnhof hätte die 16-Jährige am 26. Dezember ankommen sollen. Foto Meyer
Am Pforzheimer Hauptbahnhof hätte die 16-Jährige am 26. Dezember ankommen sollen. Foto Meyer
03.01.2018

Verzweifelter Suchaufruf auf Facebook: Hinweise auf vermisste Tochter

Pforzheim. Ein Suchaufruf in den sozialen Medien sorgt für Aufregung in Pforzheim. Eine Mutter vermisst ihre 16-jährige Tochter und bittet die Bevölkerung auf Facebook um Hilfe.

Bereits seit dem 26. Dezember fehlt von dem Mädchen jede Spur. Die 16-Jährige soll an diesem Tag nach Angaben der Mutter am Schwandorfer Bahnhof gegen 13 Uhr in den Zug nach Nürnberg gestiegen sein. Ihr Ziel war Pforzheim, wo die junge Frau nach Angaben der Mutter gegen 19 Uhr am Hauptbahnhof hätte ankommen sollen. Einen letzten Anruf erhielt die besorgte Mutter gegen 15 Uhr, als ihre Tochter ihr mitteilte, dass ihr Zug nach Pforzheim Verspätung habe. Seitdem sei das Handy der Tochter ausgeschaltet.

Der Aufruf im Internet schlägt riesige Wellen. Bereits rund 170 000 Mal wurde der Beitrag der Mutter bis Mittwochabend in den sozialen Netzwerken geteilt. Viele Nutzer aus Pforzheim, aber auch aus Nürnberg zeigen sich besorgt und wollen helfen, damit die Tochter wieder gesund nach Hause kommt.

Das Polizeipräsidium in Karlsruhe bestätigte gegenüber der „Pforzheimer Zeitung“, dass eine Vermisstenanzeige nach der 16-Järigen vorliegt. Seit dem privaten Suchaufruf der Mutter auf Facebook sei das Interesse an dem Fall enorm. „Für uns ist ein Aufruf im Internet Fluch und Segen“, erklärt ein Polizei-Pressesprecher. Von einer Öffentlichkeitsfahndung hatte die Polizei bewusst abgesehen. Deswegen veröffentlicht die PZ an dieser Stelle weder den Namen noch ein Bild der Gesuchten. Laut dem Pressesprecher gebe es derzeit keine Hinweise auf eine Straftat. „Es gibt keinen Anhaltspunkt, dass dem Mädchen etwas zugestoßen ist“, heißt es auf PZ-Anfrage.

Die große Sorge um die 16-Jährige kann die Polizei aber etwas mildern. Es gebe Hinweise darauf, dass es der jungen Frau gut gehe. Offenbar hatte die Vermisste vor kurzem Kontakt zu einem Bekannten. Ihr Aufenthaltsort sei der Polizei jedoch im Moment noch nicht bekannt.

Seit 2007 sind elf Pforzheimer unter 18 Jahren aus dem Zuständigkeitsbereich der Pforzheimer Kriminalpolizei verschwunden und werden noch immer vermisst. Die Zahl der als vermisst gemeldeten Kinder und Jugendlichen ist um das Vierfache höher als die der Erwachsenen, erklärt Kriminalhauptkommissar Ulli Conle.

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