Pforzheim. Empörung klingt aus der Stimmer von Murat K. (Name geändert) im Gespräch mit der PZ, 38 Jahre alt, türkischer Staatsbürger, seit 30 Jahren in Deutschland wohnhaft, genauer gesagt: in Hessen. Dort saß er seit 10. März in der Abschiebehaftanstalt Darmstadt-Eberstadt - und seit Freitag vergangener Woche in Pforzheim, dem baden-württembergischen Pendant.
„Im Zuge der Amtshilfe“, heißt es aus dem Karlsruher Regierungspräsidium (RP), seien fünf Personen aus dem benachbarten Bundesland in der Einrichtung an der Rohrstraße untergebracht worden. Die steht bekanntlich leer, weil die Insassen wegen Corona und der Folgen vorübergehend auf freien Fuß gesetzt wurden.


Schon seit Anfang April: Keine Flüchtlinge mehr im Pforzheimer Abschiebegefängnis
Nun also, so schildert es Murat K. aus seiner Abschiebehaft heraus, seien er und ein Marokkaner auf einem Stockwerk unterbracht, auf einer anderen Etage ein weiterer Marokkaner und ein Tunesier - und separiert ein Ghanaer, der unter Coronaverdacht-Quarantäne gestellt worden sei. Die fünf Männer seien die letzten in Eberstadt gewesen, so ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden auf Anfrage. Das dort eingesetzte Personal könne „nun andere Aufgaben wahrnehmen“. Welche, lässt er offen.
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