Pforzheim. „Wenn am Tag die Sonne lacht, dann hat es die SPD gemacht“, scherzt die Bundesministerin Christine Lambrecht gut gelaunt bei ihrer Ankunft in Pforzheim. Mit großer Freude sei sie der Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast gefolgt, um am Sonntagnachmittag vor dem Vereinsheim des Gesangvereins Arlinger zu „echten Gesichtern“ zu sprechen und ihre Partei im Wahlkampf zu unterstützen.
Den Auftritt hat Masts Wahlkampfteam in einen „Tag des ehrenamtlichen Engagements“ eingebettet. Dazu wurden 400 Vereine und Organisationen aus Stadt und Umland angeschrieben, ihnen gedankt und zum gemütlichen Beisammensein rund um die Wahlkampfveranstaltung eingeladen. „Wir wollen zu den Menschen kommen“, sagt Wahlkampfleiter Ralf Lauer. Bei entspannter Amosphäre im Freien und auf Bierbänken soll ein direkter Austausch entstehen, der bei einer Podiumsdiskussion nicht möglich wäre.
Fans und Neugierige
Unter den 50 Zuschauer finden sich einige der angeschriebenen Ehrenamtlichen. Die Mitglieder des Gesangvereins Arlinger bewirten die anderen Gäste mit Grillgut und Kuchen. Dazwischen sitzen eingeschworene, teilweise in Rot gekleidet SPD-Fans und Wahlkampfhelfer. Andere sind gekommen, um wie das Ehepaar Hoffer aus Wiernsheim zu sehen, „wie sich die Lambrecht verkauft“.


Bundesjustizministerin zu Corona-Regeln: „Die Ausnahme darf nicht die Regel werden“
Die Bundesministerin spricht frei und zugänglich. Statt von großen Visionen erzählt sie von konkreten Maßnahmen, die sie während ihrer Amtszeit habe umsetzen können. Als Justizministerin beschäftige sie insbesondere die Streitkultur im Internet. Ein Gesetz gegen Hasskriminalität und Rechtsextremismus sei auf den Weg gebracht, um einen zivilisierten Diskus und respektvollen Umgang zurückzugewinnen. Ein Thema, dass ihr schon lange am Herzen liege, sei die Gleichberechtigung von Frauen, die mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einhergehe. Als frisch ernannte Familienministerin ruft sie dazu auf, die Fördermittel aus dem Corona-Aufholprogramm zu nutzen, um die Lebensfreude und die sozialen Kontakte von Kindern und Jugendlichen zu fördern.
"Wenn am Tag die Sonne lacht, dann hat es die SPD gemacht",
scherzt Bundesministerin Christine Lambrecht bei ihrer Ankunft in Pforzheim.
Auch wenn Lambrecht selbst nach 23 Jahren als Abgeordnete nicht zur Bundeswahl antritt, zeigt sie ihren Kampfgeist für die SPD. Ohne vereinzelte Seitenhiebe gegen den CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet und Baden-Württembergs grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann kommt ihre Rede nicht aus. Doch vor allem betont sie ihre enge Zusammenarbeit mit Mast, um ihr den Rücken zu stärken, und knüpft über den Begriff Respekt an die Parolen des SPD-Kanzlerkandidaten Scholz an.



