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„Bislang wurde noch kein Insasse positiv getestet“, so Anstaltsleiter Frank Jansen. Symbolbild: Adobe Stock 

Abschottung zeigt im Gefängnis bislang Wirkung: Weiterhin kein positiv auf Covid-19 getesteter Gefangener in Heimsheim

Heimsheim. Vergangene Woche ist bekannt geworden, dass sich landesweit der erste Gefangene mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hat - ein 25-jähriger Untersuchungshäftling in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Mannheim. Wie überall in Baden-Württemberg sind auch im Heimsheimer Gefängnis seit Mitte März keine Besuche mehr erlaubt, die JVA schottet sich in Corona-Zeiten konsequent ab. Bislang erfolgreich, wie Anstaltsleiter Frank Jansen diese Woche auf Nachfrage der PZ mitteilte.

„Bislang wurde noch kein Insasse positiv getestet.“ Getestet werde aktuell, sobald ein Gefangener Symptome zeige. Eine vorsorgliche, flächendeckende Testung aller Insassen sei derzeit nicht vorgesehen, so Jansen.

Landesweit wurden laut Justizministerium in den Gefängnissen Kapazitäten geschaffen, um infizierte Häftlinge und Kontaktpersonen gegebenenfalls isolieren zu können. Auch in Heimsheim ist es laut Anstaltsleitung so, dass der Antritt von kurzen Freiheitsstrafen bis zu sechs Monaten vorerst ausgesetzt wurde. „Das bedeutet, dass wir derzeit aus diesem Bereich keine Neuzugänge von extern bekommen“, so Jansen. Zudem sei bei fast allen Ersatzfreiheitsstrafgefangenen, die in der JVA einsaßen, die Vollstreckung der Strafe unterbrochen worden. Sprich, diese Männer, die etwa wegen Erschleichens von Leistungen oder Beleidigung zu Geldstrafen verurteilt wurden und nicht bezahlten, wurden entlassen und müssen ihre Strafe zu einem späteren Zeitpunkt vollends absitzen.

Nadine Schmid

Nadine Schmid

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