Enzkreis. Milde Temperaturen und Regen sorgen dafür, dass die jährliche Amphibienwanderung beginnt. Vorzugsweise nachts und bei feuchter Witterung machen sich die Tiere auf den Weg zu den Laichgewässern. Dort, wo die geschützten Tiere bei ihrer Wanderung Straßen queren müssen, haben zahlreiche Helfer bereits Schutzzäune aufgestellt.
Die Tiere können so eingesammelt und sicher über die Straßen gebracht werden. An den Sammelstrecken gibt es zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer zwischen 19 Uhr am Abend und 8 Uhr am Morgen Geschwindigkeitsbegrenzungen.


Frage der Temperatur - Amphibien stehen vor der Wanderung
Während der Wanderzeit der Amphibien können folgende Gemeindeverbindungsstraßen ganz für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden:
- von Ellmendingen nach Nöttingen (K 4568)
- von Bilfingen nach Stein
- die Landesstraße (L 1131) am Maulbronner Roßweiher Richtung Zaisersweiher
- die Kreisstraße zwischen Maulbronn und Freudenstein (K4517)
- die Strecke zwischen Dietlingen und Gräfenhausen
- die Glasbronnenstraße zwischen Wurmberg und Neubärental
- die Strecke von Neuhausen ins Monbachtal


Sicherheit für Amphibien: Nabu veranstaltet Aktionen in der Region
Aktiv bei den Sammelaktionen sind insbesondere Naturschutzverbände, Jäger und Anglerinnen, die kirchliche Jugend sowie zahlreiche Einzelpersonen. Unterstützung bei ihrer Arbeit erhalten sie von den Gemeinden und den Straßenmeistereien, die Zäune aufbauen, Hinweisschilder anbringen und Umleitungen einrichten. Durch die engagierte Arbeit aller Beteiligten werden so allein im Enzkreis bis zu 35.000 Tiere jährlich vor dem sonst sicheren Verkehrstod bewahrt.


Nachts sind alle Sinne gefragt: Försterin führt bei Dämmerungswanderung durchs „Kaffeewäldle“
Weitere helfende Hände sind jederzeit willkommen. Interessierte können sich beim Amt für Baurecht, Naturschutz und Bevölkerungsschutz des Enzkreises per E-Mail an naturschutzamt@enzkreis.de melden.

