Enzkreis. Mit den jüngsten FDP-Wahlpleiten im Osten, das ist Erik Schweickert wichtig, habe seine Kandidatur als stellvertretender Landesvorsitzender nichts zu tun. Die Liberalen, die im März noch am Wiedereinzug in den Landtag von Baden-Württemberg gescheitert waren, befänden sich schließlich in einem Erneuerungsprozess. Und eben genau den möchte der Mann aus Niefern-Öschelbronn entscheidend mitgestalten. Was die krankende FDP darunter versteht, soll sich an diesem Samstag auf dem Landesparteitag in Balingen zeigen.
Eine Kolumne von PZ-Redakteur Christoph Stäbler


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Personell ist indes klar, dass sich die Landespartei komplett neu aufstellen möchte. Zukünftig wird im Präsidium niemand mehr sitzen, der vorher schon da war. Freie Bahn also für Schweickert? Mitnichten. „Diese Wahl ist kein gemähtes Wiesle“, sagt der FDP-Mann, der sich starker Konkurrenz ausgesetzt sieht. Neun Männer und Frauen bewerben sich auf drei Stellvertreter-Posten. Bis auf eine Ausnahme ist der Nieferner aber der einzige ehemalige Parlamentarier, der sich zur Wahl stellt. Bei der Bewerbung punkten möchte Schweickert mit seinem Steckenpferd schlechthin: der Wirtschaftspolitik. Und darüber hinaus mit seiner Erfahrung der Partei einen „echten Mehrwert“ anbieten. Denn das Bewerberfeld ist ziemlich jung. Für den 54-Jährigen ist klar: „Die Mischung macht’s“.
Im Enzkreis war das Verhältnis bei der Landtagswahl auffällig: 13 Prozent Erststimmen für Schweickert, 7,2 Prozent Zweitstimmen für die FDP. Vielleicht lautet das Rezept für den Neustart ja, etwas mehr Schweickert beizumischen. Und dann wird sich zeigen, ob der Liberale seine Partei mit etwas heilen kann, was er offenbar besser kann als sie: Menschen für sich zu gewinnen.



