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Am Bahnhof in Hirsau wurden zwei Ausbrecher verhaftet. Die anderen beiden wurden kurz darauf bei Bad Liebenzell erwischt.  Foto: PZ-Archiv, Krivec 

Ausbruch aus der Psychiatrie: Pfleger berichten vom Überfall in Hirsau

Tübingen/Calw-Hirsau. Es hat beide schwer mitgenommen – sie mehr als ihn. Bis heute. Im Ausbrecher-Prozess vor dem Tübinger Landgericht sagten am Dienstag die Pfleger vom Psychiatrischen Klinikum Nordschwarzwald (ZfP) in Hirsau aus.

Im April vergangenen Jahres begann die Nachtschicht auf der geschlossenen Entzugsstation am ZfP für die beiden Pflegekräfte wie jede andere: mit der Alkoholkontrolle und Medikamentenausgabe. Um vier Gefangene hatten sich die beiden 33-Jährigen zu kümmern. Zwei der Ausbrecher müssen sich vor der Großen Strafkammer am Landgericht Tübingen erneut verantworten, nachdem das erste Verfahren gegen das komplette Quartett wegen der Corona-Pandemie geplatzt war.

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Region

Spektakuläre Flucht aus Hirsauer Landesklinik erneut vor Gericht

Zunächst schien die Lage für die beiden Pflegekräfte noch beherrschbar. Nach Aussagen der Frau soll ihr ein tschetschenischer Lastwagenfahrer blitzschnell das Alarmtelefon und den Schlüsselchip vom Hosenbund und aus der Tasche gerissen haben, als sie gerade ein Tablett trug. Er wusste offenbar exakt, wie die Geräte zu behandeln waren, dass kein Alarm ausgelöst wurde. „Meuterei!“ soll er mehrfach gerufen haben, was er jetzt bestritt.

Gutes Zureden des Kollegen („Wir finden eine Lösung“) nützte bald nichts mehr. Auch er war schnell von drei anderen Aufrührern umringt, die ebenfalls seine Geräte forderten.

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