Mühlacker. Die SPD-Gemeinderatsfraktion in Mühlacker macht einen Vorstoß zum Mühlehof-Areal: Ihrem Antrag zufolge soll die Stadtverwaltung prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Projektidee „Sommer im Herzen von Mühlacker – Biergarten & Kultur im Mühlehof-Loch“ ab 2026 grundsätzlich umsetzbar ist.
„Das Mühlehof-Areal steht seit Jahren sinnbildlich für Stillstand“, erklärt die SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung.
Gleichzeitig fehle der Stadt gerade in den Sommermonaten ein zentraler Ort der Begegnung, ein Platz, an dem Menschen nach der Arbeit zusammenkommen, an dem Kultur sichtbar wird und Stadtleben spürbar ist.


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Die Idee: Ein temporärer Sommerort im Herzen der Stadt, mit einfacher, mobiler Infrastruktur, einem befristeten Biergarten in Kooperation mit regionaler Gastronomie, einer kleinen Bühne für Konzerte, Kleinkunst, Lesungen und Vereinsauftritte sowie regelmäßigen Formaten wie After-Work-Abenden, Familiensonntagen, Open-Air-Kino oder Public Viewing, etwa zur Fußball-WM 2026. Auch Vereine, Musikschulen, Chöre und Jugendbands könnten eingebunden werden.
Fraktionsvorsitzender Paul Renner knüpft damit bewusst an seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters an: „Ich habe diese Idee bereits Anfang November im Rahmen meiner OB-Kandidatur öffentlich vorgestellt, als Teil einer Vision für eine lebendige, offene und mutige Innenstadt.“ Die Resonanz sei groß gewesen, das Interesse spürbar. Genau daran wolle man jetzt anknüpfen.


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Viel Engagement vorhanden
Renner betont, dass es dabei nicht an Engagement aus der Stadtgesellschaft fehle: „Aus vielen Gesprächen wissen wir: Potenzielle Partner aus Gastronomie, Kultur und Vereinen stehen bereit. Sie haben Lust, Verantwortung zu übernehmen und Mühlacker mitzugestalten.“ Was sie zu Recht erwarteten, ist ein klares Signal der Stadt, ob und unter welchen Rahmenbedingungen ein solches Projekt überhaupt möglich ist.
Der Antrag sei bewusst als Prüfauftrag formuliert. Die Verwaltung soll unter anderem klären, welche planungs- und ordnungsrechtlichen Voraussetzungen gelten, welche sicherheits- und genehmigungsrechtlichen Anforderungen bestehen, wie Fragen des Lärmschutzes, der Haftung und des Versicherungsschutzes zu bewerten sind, welche infrastrukturellen Voraussetzungen notwendig wären und welche Risiken oder Hinderungsgründe einer Umsetzung entgegenstehen könnten.


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„Uns geht es ausdrücklich nicht um eine Vorentscheidung. Wir wollen keine Erwartungen wecken, die sich am Ende nicht erfüllen lassen“, betont die SPD-Fraktion.
Ziel sei eine fachlich fundierte Einschätzung, die sich den Fragen widmet: Geht das überhaupt? Unter welchen Bedingungen? Und wo liegen realistische Grenzen?, heißt es in der Pressemitteilung.
Erst auf dieser Grundlage soll der Gemeinderat entscheiden können, ob und in welcher Form ein solches Projekt weiterverfolgt werden kann.

