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Drogen und Bargeld in erheblicher Menge hat die Polizei bei dem 48-jährigen Calmbacher in dessen Geschäftsräumen Mitte April beschlagnahmt. 

Calmbacher Cannabis-Fall vor Gericht: Angeklagter wollte 20 Kilogramm an verdeckten Ermittler verkaufen

Bad Wildbad-Calmbach/Tübingen. Der Fund von mehreren Kilogramm Cannabis Mitte April, unter anderem in einem Calmbacher Geschäftshaus, beschäftigt ab nächster Woche das Landgericht in Tübingen.

Das teilte die Behörde am Dienstag mit. Der Prozess gegen drei Angeklagte, von denen mindestens zwei in Bad Wildbad gemeldet sind, beginnt am Dienstag. Sie sitzen unter anderem wegen unerlaubtem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge auf der Anklagebank.

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft gibt unterdessen neue Details preis. So soll ein Angeklagter auf einem Hofgut im Ortenaukreis eine Cannabisplantage mit 600 Pflanzen betrieben und damit über 100 Kilogramm Marihuana abgeerntet haben.

14 Kilogramm soll er an einen 38-Jährigen verkauft haben, der diese dann zumindest teilweise in den Geschäftsräumen eines 48-Jährigen in Calmbach gebunkert haben soll. Der jüngere Mann soll laut Staatsanwaltschaft auch selbst zehn Cannabispflanzen an seiner Wohnanschrift in Bad Wildbad gezüchtet haben.

Ebenso weitere Exemplare zusammen mit dem 48-jährigen Mann aus Bad Wildbad in dessen besagten Geschäftsräumen in Calmbach. Die Ermittlungsbehörden gehen dabei von einem Ertrag von insgesamt vier Kilogramm aus. Der ältere der beiden Angeklagten soll ebenfalls an seiner Wohnanschrift in Bad Wildbad Cannabis angebaut haben und insgesamt drei Kilogramm zweimal an verdeckte Ermittler des Landeskriminalamts verkauft haben. Weiter habe er mit einem verdeckten Ermittler ein Geschäft mit über 20 Kilogramm vereinbart, so die Anklage abschließend.

Dennis Krivec

Dennis Krivec

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