Unfall mit Schulbus
Die berechtigte Kritik aus dem vergangenen Jahr habe man sehr ernst genommen, so Landrat Bastian Rosenau.
Stefan Sauer/dpa (Symbolbild)
Region
Direkt zu Schulstart: Landratsamt Enzkreis will den Schulbusverkehr optimieren

Enzkreis. Der Beginn eines neuen Schuljahres ist für Familien und Schulen gleichermaßen ein emotionaler wie organisatorischer Meilenstein. Damit der Schulweg für tausende Schulkinder im Enzkreis von Anfang an verlässlich funktioniert, prüft und optimiert das Landratsamt Enzkreis fortlaufend die Schulverkehre.

„Das klare Ziel des Amtes für Nachhaltige Mobilität ist es, typische Anlaufschwierigkeiten zum Schuljahresstart auf ein Minimum zu reduzieren und aus den Herausforderungen der vergangenen Jahre zu lernen“, sagt die Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt, zu deren Dezernat der ÖPNV gehört.

Das Landratsamt nehme die Rückmeldungen und Sorgen von Eltern sehr ernst. Die punktuellen Engpässe und Linienverzögerungen wurden gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE), dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und den beauftragten Busunternehmen detailliert aufgearbeitet und analysiert.

„Der verlässliche Transport unserer Schulkinder hat für uns oberste Priorität“, betont auch Landrat Bastian Rosenau.

Die berechtigte Kritik aus dem vergangenen Jahr habe man sehr ernst genommen. „Rückmeldungen aus der Bevölkerung nehmen wir stets zum Anlass, Verbesserungen vorzunehmen. Darüber hinaus prüfen wir regelmäßig – und gerade zum Schuljahresbeginn – proaktiv die Verkehre, ihre Zuverlässigkeit und die Kapazität der Fahrzeuge. Unser Anspruch ist ein sicherer, funktionierender Nahverkehr“, so Rosenau weiter.

Um den morgendlichen Schulweg noch entspannter zu gestalten, möchte die Verwaltung den Schulstart nutzen, um auf das Mobilitätsangebot JugendTicketBW aufmerksam zu machen. Für 45 Euro im Monat ermöglicht das Ticket Kindern und Jugendlichen sowohl auf dem Schulweg als auch in der Freizeit bundesweite Freiheit im gesamten Nah- und Regionalverkehr.

Gleichzeitig bittet die Kreisbehörde um Verständnis dafür, dass es in den ersten Tagen nach den Sommerferien trotz aller Vorbereitungen stets eine Einspielzeit benötigt. Neue Erstklässler und Schulwechsler müssen ihre Route erst kennenlernen, und für das Fahrpersonal verändern sich die Fahrgastströme im Zuge des Schulstartes kurzfristig. Die teilweise bestehenden Baustellen sorgen zusätzlich für Herausforderungen im Busbetrieb.

Sollte es in den ersten Schulwochen zu unerwarteten Störungen oder überbesetzten Bussen kommen, setzt das Landratsamt auf eine schnelle und transparente Kommunikation. Eltern werden gebeten, Probleme direkt über die Service-Portale des VPE oder KVV sowie beim Landratsamt Enzkreis im Sachgebiet ÖPNV/Schülerbeförderung unter oepnv@enzkreis.de zu melden.

„Jede Rückmeldung hilft den Verkehrsplanern, die Einsatzpläne im Sinne der Schulkinder und Eltern kurzfristig nachzujustieren“, betont Hilde Neidhardt.