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Der Zentrale Omnibus Bahnhof (ZOB) in Pforzheim: In der ganzen Region soll der ÖPNV optimiert werden. Das geht nur, wenn die Busverkehre auf die neuen Bahnverbindungen ausgerichtet werden.  Fotos: Seibel, Ketterl, Meyer, PZ-Archiv 

Fahrplanwechsel am 9. Juni: Wie sich der Busverkehr im Enzkreis und dem Kreis Calw ändert

Enzkreis/Kreis Calw/Pforzheim. Der Fahrplanwechsel am 9. Juni steht unmittelbar bevor. Hatte die Pforzheimer Zeitung bereits in der zurückliegenden Woche eine Sonderseite zu den neuen Zugverkehren in der Region veröffentlicht, ist dieser Text nun schwerpunktmäßig den Bussen gewidmet.

In einer Pressemitteilung von Eberhardt-Reisen heißt es: „Wenn ab 9. Juni die neuen Züge von Go-Ahead und Abellio mehr Verbindungen mit Stuttgart und Karlsruhe herstellen, sollen auch die Fahrgäste aus Büchenbronn, Engelsbrand und Schömberg davon profitieren. Vor allem in den Schwachlastzeiten morgens, abends und am Wochenende werden die Fahrpläne der Linien 743 und 744, Pforzheim – Engelsbrand – Schömberg an die neuen Zugfahrpläne angepasst, wobei die Betriebszeiten ausgedehnt werden.“

Nachfolgend Änderungen im Detail ab Pforzheim: Der bewährte Taktfahrplan bleibt von etwa 7 bis 21.30 Uhr erhalten. Die halbstündlichen Abendkurse 19.22 Uhr (bis Bieselsberg), 19.52 Uhr (bis Kapfenhardt), 20.22 Uhr (bis Bieselsberg), 20.52 Uhr (bis Salmbach) und 21.22 Uhr (bis Schömberg) bleiben unverändert. Anschließend fährt neu um 21.59 Uhr ein Bus bis Bieselsberg (Anschluss ab Stuttgart um 20.59 Uhr, ab Karlsruhe um 21.33 Uhr). Dann geht es stündlich weiter: 22.52 Uhr über das Schillergymnasium und Kapfenhardt bis Schömberg und der letzte Kurs fährt eine halbe Stunde später als bisher um 23.52 Uhr bis Bieselsberg. Dieser hat Anschluss aus dem letzten Stadtbusknoten sowie aus Stuttgart (ab 23.13 Uhr) und Karlsruhe (ab 23.15 Uhr).

Am Freitag und Samstag fahren neu zwei Moonlight-Busse um 1.08 Uhr und um 3.15 Uhr (Zuganschluss ab Stuttgart um 0.16 und 2.07 Uhr, ab Karlsruhe um 0.13 und 2.08 Uhr). Der Bus um 3.15 Uhr hat auch Anschluss für die Nacht-ICEs von München (ab 0.01 Uhr, passend nach dem Oktoberfest) und Köln (ab 22.30 Uhr) bzw. vom Frankfurter Flughafen (ab 0.28 Uhr). Wem die Nacht bis 3.15 Uhr nicht lange genug ist, der kann am frühen Samstag- und Sonntagmorgen um 5.15 Uhr fahren (Anschluss aus Stuttgart ab 4.07 und Karlsruhe ab 3.56 Uhr).

Nach Pforzheim: Abends fährt der letzte Kurs eine halbe Stunde später und zwar bereits ab Bieselsberg (22.50 Uhr), Schömberg Rathaus 23.03 Uhr, Engelsbrand Wolfackerstraße 23.17 Uhr. Der Bus erreicht den letzten Stadtbusknoten in Pforzheim. In den Nächten Freitag/Samstag (und Samstag/Sonntag) fahren in Richtung Pforzheim Moonlight-Busse und zwar ab Schömberg Rathaus um 0.03 Uhr (Anschluss nach Stuttgart, an 2 Uhr, Karlsruhe an 1.20 Uhr), um 2.13 Uhr (Stuttgart an 4 Uhr, Karlsruhe an 4.39 Uhr, mit ICE Frankfurt Flughafen an 5.12 Uhr, Köln an 7.05 Uhr) und um 4.33 Uhr (Stuttgart an 6.57 Uhr, Karlsruhe an 6.41 Uhr).

Weitere Beispiele: Auf den Linien 736/738/739 und 763 ins Heckengäu, die das Busunternehmen Binder bedient, wird ebenfalls auf die Veränderungen im Bahnverkehr reagiert. Die Anpassungen betreffen den Sonntag, so Geschäftsführer Karlheinz Binder. Sonn- und feiertags verschiebe sich der Fahrplan um eine halbe Stunde nach hinten. Jahrzehntelange Erfahrung bringt Geschäftsführer Hartin Müller im Omnibusgewerbe mit. Und er weiß, die halbstündige Verschiebung im Fahrplan auf der Linie 724/725, die auch von Müller Reisen bedient wird, bedeutet eine Umstellung für den Fahrgast „und das will der Kunde nicht“. Grundsätzlich sei es aber immer das Anliegen der Akteure, einen passenden und dichten Takt für die Fahrgäste anzubieten, die Infrastruktur für Busse hinke diesem Ansinnen aber hinterher.

Für die Busunternehmen geht es bei den Veränderungen bei der Bahn um weit mehr, als Fahrpläne abzustimmen. Müller nennt die elektronisch gesteuerte Abstimmung zwischen Buszubringer und Bahn. Dabei sei man mit dem bisherigen Betreiber auf einem guten Weg gewesen, auf die neuen Partner Abellio und Go-Ahead gelte es sich erst wieder einzustellen: „Und da fangen wir bei Null an“, so Müller.

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Nadine Schmid

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